greenpeace magazin schreibt über Blühstreifen Beelitz

Es blüht so bunt im Spargelland

Mit freundlicher Genehmigung aus dem greenpeace magazin 5/18

(https://www.greenpeace-magazin.de/magazin/artenvielfalt-518)

In Monokulturen finden Bienen und andere Bestäuber nicht genügend Nahrung. Umso wichtiger sind Blumenfelder, deren Vielfalt den ganzen Sommer über gedeiht – auch dank der Abonnenten des Greenpeace Magazins.

Text Andrea Hösch   Fotos Enver Hirsch

Bislang reihten sich im Frühjahr in der Gegend um Beelitz in Brandenburg kilometerweit mit Folien bedeckte Spargelfelder aneinander. Doch seit vergangenem Jahr verändert sich das Bild:

Rings um die Kleinstadt gedeihen mehr und mehr Blumenfelder.

Treibende Kräfte des Wandels sind die Wildpflanzenexpertin Kerstin Pahl und ihr Mann Lutz. Um Hummeln, Bienen & Co. zu retten, haben sie den Verein „Blühstreifen Beelitz“ ins Leben gerufen. Seither gehen sie auf Bewohner und Landwirte zu, sprechen mit ihnen über das Artensterben und versuchen die Menschen zu überzeugen, im Garten oder auf einem Teil der Anbauflächen Oasen für die bedrohten Bestäuber anzulegen. Und das gelingt ihnen. „Im vergangenen Jahr haben wir mit dreizehn Hektar in der Region angefangen, jetzt sind es schon dreißig“, erzählt Kerstin Pahl.

Die Pahls kooperieren mit dem bundesweiten Netzwerk Blühende Landschaft (NLB), das seit 2016 „Blühpaten“ sucht, die Saatgut für die Bienenweiden finanzieren. Dazu gehören zum Beispiel auch die Neuabonnenten des Greenpeace Magazins: Pro Abo-Prämie sprießen Kultur- und Wildpflanzen auf zwanzig Quadratmetern. Insgesamt verwandeln die neuen Leser in diesem Jahr eine 1,5 Hektar große Fläche in eine Blumenoase. Das Feld liegt zwischen den Beelitzer Ortsteilen Elsholz und Schönefeld und gehört einem Milchbauern.

Wer in diesen Wochen an Feldführungen (bluehstreifen-beelitz.de) teilnimmt, erlebt, dass gerade die blau blühende Kornblume den Ton angibt. Später im Sommer zaubern Lein und Malven rote Farbtupfer ins Feld. Einzig die lange Trockenheit macht der ehrenamtlich arbeitenden Naturschutzexpertin Sorgen, denn in der Gegend hat es seit Wochen nicht geregnet. „Vielleicht müssen wir über eine Aussaat im Herbst nachdenken“, sagt die 55­Jährige.

Voller Zuversicht ist dagegen Michael Slaby. Der Vorsitzende des Netzwerks Blühende Landschaft sieht es als Mut machendes Zeichen, dass die Blumenfelder dank der Blühpaten immer mehr werden. „Inzwischen sind wir Quadratmetermillionäre“, sagt er. In ganz Deutschland gedeihen ein- und zweijährige Blühpflanzen auf mehr als hundert Hektar, einer Fläche so groß wie das Gelände des neuen Berliner Flughafens.

Diesen Erfolg ermöglichen auch mehrere Unternehmen aus der Lebensmittel- und Einzelhandelsbranche. „Wenn wir es schaffen, dass das Engagement der betrieblichen Nachhaltigkeitsabteilungen auch bei den Einkaufsleitern der Firmen ankommt“, sagt Slaby, „dann haben wir richtig viel erreicht.“

Während Kerstin Pahl schon auf die im nächsten Jahr blühenden Wildpflanzen gespannt ist, plant Slaby eine weitere Offensive: Er will Landwirte überzeugen, das Problem bei der Wurzel zu packen. Sie sollen rings um und mitten durch ihre Getreide- oder Maisfelder „Nützlingsstreifen“ anlegen. Die dort siedelnden Insekten könnten Schädlinge direkt vertilgen, so ließe sich der Pestizideinsatz reduzieren. Einige Landwirte haben schon zugesagt

Machen Sie mit!

Werden Sie Blühpate und verschenken Sie ein Abo des Greenpeace Magazins. Wählen Sie die Prämie:„20 m² Blumenfeld für Bienen“. greenpeace-magazin.de/blumenfeld

Alternativ können Sie als Neuabonnent auch das Projekt „Meine 6 m² minenfreies Bosnien“ unterstützen.

Dank des Engagements unserer Leserinnen und Leser haben wir in den vergangenen 16 Jahren mehr als 237.000 Euro für unsere Minenräumaktion in Bosnien gesammelt.

Wählen Sie hier die Prämie „Meine 6 m² minenfreies Bosnien“
greenpeace-magazin.de/minenraeumen

Text Andrea Hösch   Fotos Enver Hirsch

Den Originalartikel kann man hier downloaden




Was macht eigentlich der Verein im Winter

Was macht eigentlich der Verein im Winter?

Auch wenn die Winter wie es scheint immer kürzer werden, ist das eine sehr wichtige Zeit für die Landwirte und auch für den Verein. Denn die Vegetationsruhe dient der Vorbereitung der nächsten Saison. Es ist die Zeit der Absprachen, der Konzepterstellung und der Entwicklung neuer Ideen mit unseren Projektpartnern aus Landwirtschaft, Kommunen und Gewerbe.

Aber auch im Privatbereich gibt es wieder zahlreiche Garten- und Grundstücksbesitzer, die ihre Flächen blütenreicher und insektenfreundlicher gestalten wollen.

2017 Chausseestrasse Buchholz

2017 Chausseestrasse Buchholz

In diesem Jahr wird der Wettbewerb „Wir tun etwas für Bienen und Schmetterlinge“ fortgesetzt. Jeder, der eine Blühfläche anlegt, die größer als 10 qm ist, kann sich um unsere begehrte Plakette für den Gartenzaun bewerben. Wenn alle hundert Plaketten verteilt sind, werden wir unter allen Beteiligten einige tolle Preise verlosen. Es lohnt sich also mitzumachen!

Beispielhaft sei Frau Schleußner-Bartsch genannt, die eine 400 qm große Fläche in Beelitz zur Verfügung gestellt hat, die wir im Herbst bereits vorbereitet haben. Ein Vereinsmitglied aus Beelitz hat die Bodenbearbeitung übernommen und im Frühjahr wird eine mehrjährige bunte Mischung gesät.

Traktor in Beelitz

Traktor in Beelitz

Herr Prof. Dr. Jochen Möller aus Fichtenwalde möchte sich beteiligen. Die Flächenakquise geht voran. In der Nähe seiner Buchholzer Wassermühle soll neben einem reichhaltigen Blütenangebot für Insekten von Frühjahr bis zum Herbst vor allem auch etwas für die Überwinterung der Wildbienen getan werden. Frau Gembries aus Zülichendorf möchte eine Hecke um ihre 3,5 ha große Wiese pflanzen. Dabei braucht sie unsere Unterstützung.

Mit einem Beelitzer Autohaus sowie mit dem Gerätewerke TBR Verwaltung GmbH in Treuenbrietzen wurden die Möglichkeiten besprochen, Grünflächen innerhalb des Betriebsgeländes blütenreicher zu gestalten. Das spart Zeit, Wasser, Energie und Geld für den Rasenmäher. Gut für den Artenschutz ist es obendrein. Für den Leiter des Technischen Dienstes, Herrn Möller genügend Argumente konkrete Preise einzuholen.

Gerätewerke TBR Treuenbrietzen

Gerätewerke TBR Treuenbrietzen

Unsere bisherigen Partner aus Landwirtschaft und Gartenbau setzen die Kooperation mit uns fort. Herr Schmidt, von der Agrar KG Wittbrietzen legt weitere 3 ha an, Herr Frenzel von der Landgut Hennickendorf GmbH ist mit weiteren 5 ha dabei. Im letzten Jahr hatte er bereits einige Hektar beigesteuert. All diese neuen Flächen werden nach der Saat im April/Mai wieder mit Schildern versehen. So wird sichtbar, welche Betriebe sich für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft aktiv engagieren und gleichzeitig wird dem interessierten Bürger vermittelt, warum diese Flächen jeweils etwas anders aussehen, als die Flächen nebenan.

Feldschild Winkelmann

Feldschild Winkelmann

Wir freuen uns sehr, dass auch der Spargelhof Klaistow, in Zusammenarbeit mit der Agrargesellschaft Buchholz mbH im Bereich Buchholz wieder mitmacht und dabei weitere 10(!) ha zur Verfügung stellt. Bei diesen Flächen ist die Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Netzwerk Blühende Landschaft schon besiegelt. (http://www.bluehende-landschaft.de/) Im Netzwerk arbeiten wir im Projekt BienenBlütenReich zusammen. So erhalten wir nicht nur Infomaterial, sondern auch mehrjährige gebietsheimische Saatgutmischungen der Firma Rieger und Hofmann.

Feldschild BienenBlütenReich

Feldschild BienenBlütenReich

Wichtig ist dem Verein, dass die Flächen über mehrere Jahre zur Verfügung stehen, nicht gespritzt oder gedüngt werden, ausreichend groß sind, dass gebietsheimische Mischungen mit Wildpflanzenanteilen Verwendung finden, sowie Nahrung für pollensammelnde und nektarsaugende Insekten von Frühjahr bis Herbst verfügbar sind, und damit die Grundlage für Bienen und Schmetterlinge sichern, und dass die Stängel über den Winter stehen bleiben, denn diese stellen Winterquartiere für wilde Bestäuber dar.

Stengel im Vorgarten

Stengel im Vorgarten

Der Schwerpunkt unserer Bildungsarbeit soll 2018 vor allem auf dem Thema „Winterquartiere und Nisthilfen für Insekten“ liegen.

Dazu werden wir an einer der bestehenden Blühfläche ein Insektenhotel errichten. So schaffen wir konkreten Lebensraum, können aber auch Hinweise zur „richtigen“ Bestückung und zu häufig gemachten Fehlern geben. Eine Infotafel wird umfassend zu diesem Thema informieren. Zurzeit müssen Eigentümerzustimmungen eingeholt und die Finanzen geklärt werden.

Insektenhotel in Züllichendorf

Insektenhotel in Züllichendorf

2018 werden wir enger mit dem Spargelverein zusammen arbeiten. Zur Eröffnung der Spargelsaison werden wir für Fragen und mit Rat und Tat in Schlunkendorf zur Verfügung stehen. Auch mit dem Spargelhof Jürgen Jakobs fanden im Winter Gespräche statt. Er wird uns für die neue Saison mit konkreten Flächen unterstützen.

Es wird also noch bunter in Beelitz und Umgebung!

Mit dem Landesamt für Umwelt gibt es Überlegungen, entlang der Nieplitz einen Blühstreifen zu entwickeln. Doch diese Ideen befinden sich noch ganz am Anfang, genauso wie der Plan, in Zusammenarbeit mit der Firma NagolaRe aus Jänschwalde hier bei uns Wildpflanzen zu vermehren. Unsere Vision ist die Schaffung z.B. blau blühender Wiesensalbeibestände, die schon sehr selten geworden sind und die sich dann von hier aus mit gebietsheimischem Saatgut wieder verbreiten lassen. Da die Saatgutvermehrung sehr handarbeitsintensiv ist, wird es sich eher um sehr kleine Versuchsflächen handeln.

Gespräche mit Herrn Benthin von der Heimvolkshochschule Seddin, sowie mit dem Bürgermeister der Gemeinde Nuthe-Urstromtal Herrn Scheddin finden im Februar statt. Ziel der Beratungen ist es, noch mehr Information und Aufklärung zum Thema Insektensterben zu organisieren.

Weiden geschnitten

Weiden geschnitten

Aber auch konkreter Artenschutz erfolgte bereits zu Beginn des Jahres. So haben wir wieder Kopfweiden im Naturpark Nuthe-Nieplitz geschnitten. Ziel ist dabei nicht nur der Erhalt der sehr alten Weiden, sondern vor allem auch die Gewinnung von Weidenruten für das anschließende „Körbe flechten“, die wir dem gemeinnützigen Dorfverein Buchholz/Zauche e.V. zur Verfügung stellen. Früher wurden die Kopfweiden genutzt und jedes Dorf hatte „seine“ Bäume. Heute befinden sich nur noch wenige dieser „Zeitzeugen“ im Naturpark Nuthe-Nieplitz. Wenn im Alter die Stämme morsch werden, bilden sich Risse und später wertvolle Höhlungen. Diese werden als Lebensräume von Insekten, Fledermäusen oder Vögeln genutzt. Werden die Äste jedoch zu schwer, so können die Stämme aufreißen oder Stammteile brechen einfach ab. Daher ist die regelmäßige Entnahme der Kopflast auch eine Maßnahme zum Schutz der Bäume sowie zur Erhaltung der Artenvielfalt.

Weiden brechen auseinander

Weiden brechen auseinander

Auch das Buchholzer Steinkauzpärchen wird vom Verein betreut.

Steinkauz in Buchholz

Steinkauz in Buchholz

Und dass sich die Beiden hier sehr wohl fühlen sieht man daran, dass kräftig gebalzt und sicher in Kürze gebrütet wird. Wir informieren Sie zum Fortgang unserer Arbeit wie immer unter:  www.bluehstreifen-beelitz.de

Kerstin Pahl




Blühwiesen Rundgang 2 in Buchholz

Blühwiesen Rundgang in Buchholz

Führung 2.7.2017

„Lauschen Sie mal!“ sagt Kerstin Pahl und zu den Kindern: „Und ihr zählt mal wieviel Bienen und Hummeln vor euch auf den Blüten sitzen!“ Dann pirscht sich die Gruppe weiter durch die Fläche an der Kietzstrasse in Buchholz, wo der Verein Blühstreifen Beelitz e.V. mit Hilfe der Stadt Beelitz und einiger Landwirte eine der 6 Blühflächen rund um Buchholz und Wittbrietzen angelegt hat. „Acht!“, „Ich habe schon 10!“ Die Kinder übertrumpfen sich begeistert. Der Junge holt sein Handy aus der Tasche, fängt an zu fotografieren, zeigt stolz die Ergebnisse. Richtig gute Fotos! Mit super Blick für die wesentlichen Details.

Hummel auf Bienenfreund, Foto von Bixente Baum

Auf 2,5 ha, zur Verfügung gestellt von der Agrar Buchholz GmbH, bewirtschaftet vom Spargelhof Klaistow, blüht es jetzt Anfang Juni in weiß, gelb, orange und blau. Und es summt in allen Tonlagen, über den Pflanzen schwirren Mehlschwalben, die nach den Insekten jagen. Der Regen der letzten Wochen war dringend nötig. Im Mai wurde gesät und so sieht die Entwicklung aus:

Aussaat im Mai 2017

Anfang Juni 2017

Mitte Juni 2017

Ende Juni 2017

Anfang Juli nach dem Regen

Auf dieser Fläche sind 4 verschiedene Blühmischungen ausgesät, die mit Hilfe von Netzwerk Blühende Landschaft, als Teil eines deutschlandweiten Projektes BienenBlütenReich ausgewählt wurden, weshalb sich diese Fläche besonders anbietet für Führungen. Die nächste Wanderung, die vom Verein kostenlos angeboten wird, findet am Sonntag, den 5.8. 17 statt. Treffpunkt ist wieder der Bahnhof Buchholz/Zauche 14 Uhr.

Am 3.9. 17 organisiert der Verein Blühstreifen Beelitz e.V. eine große Veranstaltung zu der die beteiligten Partner anwesend sein und Vorträge rund um das Projekt halten werden. Dieses werden sein: Stadt Beelitz, Naturpark Nuthe-Nieplitz, Netzwerk Blühende Landschaft, die Landwirte Buschmann&Winkelmann, Agrar KG Wittbrietzen. Die Wildkräuterkiste wird über Essbares am Wegesrand berichten. Auch Exkursionen zu den anderen Blühflächen werden angeboten.

Kerstin Pahl




Und das kam so, die Saat

Und das kam so, die Saat:

280 Ps in der Buchholzer Kietzstrasse

280 PS steuert Danilo Malaschewski mit angehängtem „Driller“ durch die Kietzstrasse in Buchholz auf seinem Weg zur „Fläche“. Michael Baltruschat begleitet ihn mit diversen Tüten und Kartons auf seinem Geländewagen. Es sind 4 verschiedene Blühmischungen, die von April bis Ende Juni ausgebracht werden müssen und damit Teil eines deutschlandweiten Projektes BienenBlühtenReich des Netzwerkes Blühende Landschaft zur Rettung von Bienen und nektarsaugenden Insekten darstellen.Die Landwirte Buschmann-Winkelmann, zu deren Team die zwei Männer gehören, und Jürgen Frenzel aus Wittbrietzen haben zusammen gut 12 ha Land aus ihren Pachtflächen für Blühwiesen für dieses Projekt zur Verfügung gestellt.

Zuordnen der verschiedenen Blühmischungen

Die Blühmischungen werden zugeordnet, die Drillmaschine wird für einen Probelauf befüllt. Allerdings geht es noch nicht auf die Fläche, die Körnchen, ca. 40 verschiedene, werden wieder aufgefangen und mit den gemessenen Gewichtswerten wird der Bordcomputer gefüttert, damit die vorgeschriebene Menge GPS-gesteuert an seinen Platz gesät wird. „Wir betreten hier auch Neuland“, sagen die Männer. „Mais, Getreide, Raps, das machen wir sonst immer, aber bei Blühmischungen (Lichtkeimer) müssen wir schon besondere Einstellungen finden.“ Dann fährt das Gerät auf die Fläche, hält aber nach einigen Metern wieder an, um das Ergebnis noch einmal zu kontrollieren.

Alles OK, so soll es aussehen

Alles OK, so soll es aussehen.

Vier verschiedene Mischungen werden ausgebracht, die Namen wie FAKT M1 (Förderprogramm für Agrar, Klimaschutz und Tierwohl), Tübinger Mischung – beides einjährigen Mischungen – Blühende Landschaft und Bienenweide Nord Ost tragen. Der QR-Code auf den Schildern, mit Handy und Tablet gescannt, bringt den Betrachter direkt auf die Website mit den Erklärungen. Abgestimmt wurde das Projekt von Kerstin Pahl mit dem Netzwerk Blühende Landschaft, dem Naturpark Nuthe-Nieplitz und diversen Herstellern. Die Stadt Beelitz hat das Projekt unterstützt, ebenso der Gemeinnützige Dorfverein Buchholz/Zauche e.V., sowie auch schon einige Privatpersonen.

Der Verein Blühstreifen Beelitz i.G. begleitet dieses Projekt mit seiner Website: www.bluehstreifen-beelitz.de.

Der weitere Zeitplan sieht öffentliche, kostenlose Führungen zu den Blühflächen vor (Termine stehen im Kalender für Android und Mac OS zum Download bereit), zu denen neben interessierten Mitmachern auch Vertreter der Politik eingeladen werden. Denn es gibt in Brandenburg leider noch keine Förderungen für das Anlegen von Blühstreifen, wie das in anderen Ländern der Bundesrepublik schon der Fall ist.

20% bis 40% Verluste an Bienenvölkern im letzten Winter, was eine Steigerung von 100% bedeutet, sprechen eine eindeutige Sprache. Im Frühling ist der Tisch für Bienen reich gedeckt, aber im weiteren Verlauf des Jahres nimmt die Vielfalt an Blumen ab, grüne „Golfrasenflächen“ stellen für nektarsaugende Insekten geradezu eine „Grüne Wüste“ dar, denn es gibt darauf keinerlei Nahrungsangebot. Und so gehen viele Bienenvölker „hungrig“ und geschwächt in den Winter.

Abhilfe sollen hier die Blühstreifen bringen, auf denen blühende Pflanzen gemischt wachsen, die vom Frühling, über den Sommer bis in den Spätherbst hinein Blüten tragen, die genug Nahrung für Bienen und Insekten zur Verfügung stellen.

Fertig bestelle Blühwiese

Blühfläche an der Buchholzer Kietzstrasse. Nun braucht es etwas Regen und Geduld, dann sieht es so aus, wie auf dem Bild oben auf der Seite, fotografiert am 8.6.2017, auf der 6 Wochen früher ausgesäten Blühwiese an der B2, Buchholzer Mühle.

Kerstin und Lutz Pahl