Gesucht werden:

Firmen in Beelitz

Das Autohaus Schneider hat unter der Leitung von Sylke Lietz im letzten Jahr hinter der Werkstatt eine Blühfläche angelegt, die nun in diesem Jahr sehr schön blüht und Insekten ernährt.

Autohaus Schneider Blühfläche 1
Autohaus Schneider Blühfläche mit u.a. Färberkamille

Mit dem Hintegrund dieser Erfahrung hatte sich die Geschäftsleitung Anfang 2020 entschieden, die große Rasenfläche vor der Firma nun auch als Blühwiese anlegen zu lassen. 800 m² wurden mit Hilfe einer vom Verein zur Verfügung gestellten Blühmischung, in diesem Falle Rieger & Hoffmann „Beelitzer Mischung“, zusammengestellt in Zusammenarbeit mit der Wildtierstiftung aus Hamburg, als Blühfläche umzugestalten. Nach 6 Wochen wurde ein Schröpfschnitt durchgeführt, da zahlreiche einjährige Unkräuter dominiert haben. Unterdessen hat sich die Fläche ganz prima entwickelt und die ersten Blüten sind zu sehen.

Auch ein Insektenhotel durfte nicht fehlen.

Wir suchen in Beelitz und Umgebung nun Firmen, die auch für mehr Artenvielfalt aktiv werden wollen. Sie unterstützen damit die Stadt Beelitz, die kürzlich dem Verein Kommunen für Biologische Vielfalt beigetreten ist.




Weltumsegler von Beelitz

Die Weltumsegler von Beelitz

Zu einem öffentlichen Spaziergang unter dem Motto: Besuch der „Weltumsegler in Beelitz“ lädt der Verein Blühstreifen Beelitz e.V. am Samstag, den 1. August 2020 um 14.00 Uhr ein. Hauptattraktion sind die Mauersegler der Stadt, die ihr Leben fast ausschließlich in der Luft verbringen und im Laufe ihres Lebens eine Flugstrecke zurücklegen, die fünfmal von der Erde bis zum Mond und zurück entspricht.



Mauersegler
Mauersegler

Speziell für diese Führung hat der Verein den EuroNaturpeisträger und  Ökologen Dr. Ernst Paul Dörfler aus Steckby gewinnen können. In seiner unterhaltsamen wie informativen Art plaudert er aus dem Liebes-, Ehe- und Familienleben der Weltenbummler, die auch in Beelitz eine Brutheimat gefunden haben. Was gefällt den rasanten Seglern der Lüfte gerade an der Stadt Beelitz und was sind ihre Lebensansprüche? Warum geht ihre Anzahl in Deutschland zurück und was können wir tun, um diese faszierenden Botschafter der Natur zu unterstützen?

Cover mit Portrait E.P. Dörfler
Cover mit Portrait E.P. Dörfler

Dörfler hat bereits vier Bücher über das Leben der Vögel veröffentlicht, zuletzt beim Hanser-Verlag München den Spiegel-Bestseller „Nestwärme. Was wir von Vögeln lernen können“.

Treffpunkt der anderthalbstündigen Führung ist der Bahnhof Beelitz (rechts vor dem Eingang zum Essbahnhof).




Mein Vorgarten und das Klopapier!

Diese wunderbare Glosse hat uns von Stefan Rimböck erreicht:

Vor einigen Wochen: Ich trete zum Nachmittags-Gassi-Gang vor mein Grundstück und sehe dort, wo morgens noch saftige grüne Gräser und klein-blühende Feldblumen standen nur noch braune Stoppeln. Das erinnerte mich sehr an einige unserer Kater, die kurz zuvor noch lebensfroh durch den Garten tiegerten, und plötzlich überfahren auf der Straße liegen. Diesem Streifen Natur wurde eben einfach mal so das Leben genommen. Glücklicherweise nicht so endgültig wie den Katern. Die Wiese steht nun wieder und ich habe mit meinem Hinweis „Marke Eigenbau“ auch schon den ersten Erfolg eingefahren: Nach der letzten Wiesen-Schlachtung steht mein kleiner Vorgarten immer noch saftig in der Blüte.

Vorgarten Fichtenwalde
Vorgarten Fichtenwalde

Vielleicht sollten sich alle, die diese Botschaft für übertrieben halten mal an folgenden nicht allzu weit entfernten Zustand erinnern: Das Klopapier ist alle, man geht in der Supermarkt und…
… meterweise N I C H T S! So müssen sich auch Insekten fühlen, die zu ihrer Lieblingswiese fliegen und nur noch braune Stoppeln vorfinden. Nach kilometerweiten Flügen von „Supermarkt“ zu „Supermarkt“ verenden sie irgendwo im Klo.

Das ist doch SUPER! Die Autoscheibe bleibt beim Fahren zukünftig sauber, die Mücken piesacken einen  nicht mehr und das ganze eklige Gekrabbel hat ein Ende. ABER: Der Obstbauer beschwert sich über die miese Ernte, der Imker darüber, dass seine Bienen keine Blüten mehr finden und alles was bestäubt werden will, wird nicht mehr bestäubt.

Das ist dann wieder schlecht für den Supermarkt, und das ist schlecht für uns Menschen,
WEIL: richtig! KEIN KLOPAPIER!!!
Und das ist doch eigentlich noch wesentlich weniger dramatisch wie „keine Lebensmittel“

So klein und unscheinbar diese Myriaden von Insekten auf unseren Welt sind, ohne sie würde hier so gut wie nichts so sein wie es ist. Lasst also Euren Vorgarten wuchern, den Klee in Eurem Rasen, wenn er denn sein muss, blühen und setzt Euch mit gutem Gewissen auf’s Klo und genießt Euer KLOPAPIER!

Ihr Stefan Rimböck (Fichtenwalde)




Gründach übergeben

Unser Gründachprojekt ist nun abgeschlossen, und die Übergabe an den Ortsbeirat von Reesdorf fand statt. In einer letzten Aktion fand die Bepflanzung mit Sedum statt und Wildpflanzensamen wurden gesät. Totholz und Feldsteine geben Struktur als zusätzliche Lebensräume, Marc Rosenthal aus Schäpe half uns bei unserem kleinen Filmprojekt zu dem Thema, das Ergebnis ist sehr sehenswert und unter https://youtu.be/9uAGiQ-lHCY zu bewundern.




Gründächer gegen den Klimawandel

Blühst schriftzug

Im Rahmen des Projektes „Gründächer gegen den Klimawandel“ wollten wir gern ein kleines Flachdach begrünen. In Kooperation mit dem Ortsvorstand von Reesdorf und der Stadt Beelitz wurde die Garage im Komplex des Dorfgemeinschaftshauses gefunden.

Workshop in Corona-Zeiten



Auch unser Workshop musste natürlich entfallen. Da aber alles vorbereitet, Material und Genehmigungen beschafft und das Förderprojekt zeitlich befristet war, haben wir zu Dritt gebaut und einen kleinen Film gedreht.

Schnell war klar, dass wir uns am System der Firma EcoFlora ausprobieren wollten. Das Dachbegrünungssystem besteht nur aus 3 Komponenten: Vegetationsmatten, Extensivsubstrat und Vegetation. Daher ist es leicht aufzubauen und es wiegt relativ wenig, so dass sich Arbeitszeit und Kosten einsparen lassen.

Alle Aufgaben, die eine Dachbegrünung erfüllen muss, werden von der Vegetationsmatte erfüllt:

– Bautenschutz

– Drainage

– Filterschicht

– Wasser- und Nährstoffspeicher

Wie viel wiegt eine Dachbegrünung?
Das Dachbegrünungssystem ist im Vergleich zu anderen Systemen sehr leicht. Wassergesättigt wiegt ein m² ca. 55 bis 60 kg.

Allein die Vegetationsmatte ist in der Lage, ca. 23 Liter Wasser / m² zu speichern. Dadurch braucht man auch in längeren Trockenperioden nicht zusätzlich zu bewässern.

Sie ist mit verschiedenen Pflanzennährstoffen durchsetzt, die die optimale Nährstoffversorgung für ein Jahr gewährleisten. Um danach auch weiterhin eine kräftige und schön blühende Vegetation zu erhalten reicht eine Düngung mit einem handelsüblichen Rasenlangzeitdünger oder mit organischen Düngern zu Beginn der Vegetationsperiode im April.

Überzeugt hatte uns die Firma mit einem kleinen Videofilm auf der eigenen Internetseite und einer äußerst fachmännischen Beratung. Aber das Wichtigste: uns war die Angst genommen uns selber an den Aufbau zu wagen. Unsere wichtigste Erkenntnis:

Der Aufbau eines Extensiv-Dachs ist in Eigenregie möglich und sehr leicht umzusetzen. Jeder kann es alleine leisten und all die Ängste hinsichtlich der Verlegung der Materialien, Kosten und zur Statik wurden uns in der Zusammenarbeit genommen.

Wir beginnen mit dem Abfegen des Dachs. Es ist bisher mit Dachpappe gedeckt. Dann wird die Wurzelschutzfolie aufgebracht. Die Wurzelschutzfolie aus PE mit Prüfzeugnis hat eine Stärke von 0,5 mm und liegt 4 m breit. Wir verarbeiten 5 m direkt im Stück. Da hier keine Lüftungsschächte oder Ähnliches auf dem Dach zu berücksichtigen sind, haben wir es recht leicht.

Weiter geht’s für uns mit dem Verlegen der Vegetationsmatten EF 35. Die Matten sind aus recyceltem FCKW-freiem, PUR-Weichschaum. Sie sind mit verschiedenen Düngern und Mineralien durchsetzt. Sie dienen dem Bautenschutz, als Drainage, als Wasser- und Nährstoffspeicher sowie als untere Substratschicht. Die Maße sind 100x100x3,5 cm.

Im nächsten Schritt müssen unsere 20 Sack Extensivsubstat auf das Dach. Dazu haben wir uns einen Aufzug gebaut. Das Substrat entspricht den FLL-Richtlinien und besteht aus mineralischen und organischen Bestandteilen. Die Höhe des Aufbaus beträgt 4 cm.

Wie groß ist der Pflegeaufwand einer extensiven Dachbegrünung?
Der Pflegeaufwand beschränkt sich lediglich auf das Entfernen von Fremdaufwuchs und das Kontrollieren der Abläufe. Im Jahr muss man pro 100 m² ca. 15 bis 30 Minuten dafür einkalkulieren. Das sollte für unsere 20 m² zu schaffen sein.

Nach und nach kommen die 20 Säcke oben an und werden dann glatt geharkt.

Kann ich auch andere Pflanzen außer Sedum säen und pflanzen?
Es gibt spezielle Samenmischungen, mit der auch andere, für Dachbegrünungen geeignete Pflanzen, ausgesät werden können. Wenn man die Substratstärke erhöht kann man auch andere Stauden und kleine Sträucher pflanzen.

Zum Schluss bringen wir Samen und Sedumpflänzchen auf.

Dachbegrünungen sind grundsätzlich geeignet, durch Bebauung oder sonstige Versiegelungen wie den Straßenbau verloren gegangene Lebensräume zu kompensieren. Das heißt, dass sich auf den Dächern Ersatzlebensräume mit blühenden Pflanzen etablieren können. Wenn einheimische Wildpflanzenarten für die Bepflanzung genutzt werden, die lange Zeit blühen, so bieten diese z.B. nektar- und pollensuchenden Insekten, Wildbienen und Schmetterlingen zusätzlichen Raum. Die Artenvielfalt lässt sich erhöhen, wenn man die Dachfläche mit Strukturelementen gestaltet. Wie auch auf dem Boden profitieren Arten von hoher Vielfalt, die sich zum Teil auch auf dem Dach schaffen lässt. Sehr wichtig ist dabei die Bereitstellung von kleinen Wasserstellen, die Insekten und Vögeln als Tränke dienen können. Dies lässt sich durch beispielsweise dadurch erreichen, dass man kleine Folienteiche einbaut, die man mit Sand oder Kies abdeckt.

Auch Totholz oder Feldsteine dienen Vögeln als Sitzwarte oder Insekten als Unterschlupf. Auf Totholz wachsen Moos bzw. Flechten oder Pilze. Käfer oder andere Insekten besiedeln diese zusätzlichen Bereiche.

Auch freie Sand-oder Kiesbereiche, d.h. ohne Bewuchs, können wertvolle Nistplätze für Insekten darstellen.

Das Projekt wurde gefördert durch:

Logo Agenda 21
Logo Agenda 21

Logo MLUl
Logo MLUl




Einbeziehen der Ortsteile in die LAGA Beelitz

Unser Vorschlag ist:

Jeder
Ortsteil sucht sich eine Wildpflanze aus, die zu ihm passt. Am besten eignen
sich solche, die im Dorf natürlicherweise vorkommen und recht hübsch aussehen.

Wittbrietzen interessiert sich z.B. für den Löwenzahn/Pusteblume.

Kemnitz (im Nachbarkreis) hat sich für die Grasnelke entschieden, Buchholz für den Wiesensalbei.

Schafgarbe,
Wilde Möhre (übrigens die Urform der Kulturmöhre), Gänseblümchen,
Reiherschnabel….. bei der Auswahl helfen wir gern.

Die jeweilige Pflanze bekommt an ihrem Standort z.B. eine kleine Infotafel. Auch am Ortseingang darf natürlich ein kleines Zusatzschild stehen. Auch größere Infotafeln wären vorstellbar.

Vorstellbar ist es auch, dass eine Fläche im Ort oder in Ortsnähe mit dieser Pflanze bepflanzt wird. Gern kann dazu auch ein Rasenstück aufgewertet werden.

Für
die LAGA ist ein Präsentations-Pavillon für die Ortsteile auf dem zentralen
Gelände in Beelitz vorgesehen.

Diese Präsentation bereitet dann jeder Ortsteil mit seiner Wildpflanze 2020 und 2021 vor.

Hier könnte wiederum jede Gemeinde wählen, was ausstellbar ist und zu ihr passt. Z.B. Fotowettbewerb rund um die Pflanze und die Tiere, die davon leben. Ein Zeichenwettbewerb, eine Geschichte schreiben, Ton- oder Keramikarbeiten, Filzen, Kuchen und Torten mit Blüten garniert, Rezeptsammlung für die Pflanze und vieles mehr.

Über Ihre weitere Unterstützung würden wir uns sehr freuen.

info@bluehstreifen-beelitz.de

freundliche
Grüße

Kerstin Pahl

Weitere Ideen zur LAGA:

Entwurf für Grünes LAGA-Konzept (im Aufbau)

Wildpflanzendörfer (siehe oben)

Ausstellungsfläche auf der LAGA mit Blühfläche und Insektenhotel, (gebaut in mehreren Workshops mit Beelitzer Schul- und Kitakindern, ist schon begonnen) zusätzlich die Ergebnisse aus den Ortsteilen-Fotoausstellung (siehe oben) usw.

WIBINIHI Kita Kinderland
WIBINIHI Kita Kinderland

Workshops

Blühwelle als Wanderweg entlang der zukünftig renaturierten Nieplitz (in Zusammenarbeit mit LfU)

-Blühflächen und geändertes Mahdregime für mehr Artenvielfalt in Beelitz

Blühflächenpräsentation auf umliegenden landwirtschaftlichen Flächen in Abstimmung mit beteiligten Landwirten

Naturlehrpfad Buchholz-Birkhorst

Obstbaumbepflanzung am Lehrpfad

Kompost-Workshop

Was ist Permakultur? Anlegen und Workshop

Vorschul-Garten zusammen mit Ortsvorstand Buchholz

Schulgarten
Schulgarten

Gründächer für Eingangsbereich und andere geeignete Gebäude, Gründach-Workshop, Fassadengrün

Mauersegler- Tag, Weißstorch und Co (Stadt-Natur)

Der Wert alter Bäume in Beelitz

…… Und das ist erst der Anfang!

Einfach mal machen!!




Workshop „Das kleinste Gründach von Brandenburg“ am 10.11.2019

Achtung Neu! Bitte Akkuschrauber mitbringen.

Gründächer sehen nicht nur schön aus, die Umwandlung von kargen Flachdächern in Dachbegründungen bietet auch neuen Lebensraum für Mensch und Tier. Insbesondere entstehen neue Lebensräume für Insekten, Schmetterlinge und Bienen. Dachbegrünungen bringen den Eigentümern Energie- und Kosteneinsparungen und sind dabei absolut klimafreundlich!

Brandenburg ist insbesondere von der Klimaerwärmung betroffen. Heiße Sommer sind bereits jetzt die Folge. Auch hier sind Gründächer von großem Nutzen.

Im Winter bieten sie Isolierung und im Sommer bieten sie für die darunterliegenden Räume Kühlung. So sind Temperaturunterschiede bis zu 8 Grad möglich, das senkt die Klimatisierungskosten und steigert das Wohlbefinden der Nutzer dieser Räume. Im Winter liegt der Temperaturunterschied zwischen Ober- und Unterseite des Gründachs bei bis zu 14 Grad. Das spart Heizkosten!

Zusätzlich werden Temperaturschwankungen auf dem Dach gesenkt. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer der Dachabdichtung um ca. das 3-fache.

Schallschutz, Staub- und Schadstoffbindung, Wertsteigerung der Immobilie und viele weitere Vorteile lassen sich auflisten.

Auch in Beelitz wird Jahr für Jahr Fläche neu versiegelt. Meist sind es die naturschutzfachlich wertvollen Brachen, die dabei beansprucht werden. Durch Dachbegründungen entsteht neuer Lebensraum, der auch als Ausgleich für Lebewesen der Brachen eine Rolle spielt.

Der Nachhaltigkeits-Stammtisch Beelitz hat sich dieses Thema zur ersten Hauptaufgabe gemacht und wird aktiv ein Projekt dazu begleiten.

Wir haben eine Förderung des Umweltministeriums erhalten und beginnen mit einem Workshop „Das kleinste Gründach von Brandenburg“ am 10.11.2019. Dabei werden wir uns theoretisch und praktisch mit Gründach-Fragen beschäftigen um dann größere Dächer selbstständig begrünen zu können. Na, Lust bekommen mitzumachen?

Der Workshop findet statt beim MAKOM Kunst & Schule e.V. in Wittbrietzen, Wittbrietzener Dorfplatz 11
14547.

10.11.2019 von 11 bis 17 Uhr

Mitbringen bitte: eine Kleinigkeit zum Essen,  für Getränke sorgt der Blühstreifen Beelitz e.V. und einen Akkuschrauber.

Kerstin Pahl

Download der Einladung hier




Verzicht auf Laubsauger

Verzicht auf Laubsauger

Besonders schädlich für Insekten und Kleintiere sind unsere Laubsauger.

Diese belasten Mensch und Umwelt nicht nur durch Lärm und Energieverbrauch, sondern sie saugen Insekten an, die sich bereits für den Winter in die Blätterdecke zurückgezogen haben und töten diese. Insekten benötigen nicht nur Blüten als Nahrungsquelle sondern auch Überwinterungsmöglichkeiten z.B. in der Laubschicht. Denken wir beim herbstlichen Aufräumen an diese kleinen Gartenhelfer. Es finden sich bestimmt Bereiche, die etwas Wildnis vertragen. Gleiches gilt auch für trockene Stängel der Stauden. Ab besten bleiben auch die bis zum Frühjahr stehen, denn auch hier überwintern Insekten.

Kerstin Pahl




Wertvolles Laub

Wertvolles Laub

Es ist Herbst und damit die Zeit des Blätterfalls. Vielerorts wird das gesamte Laub aus Parks und Grünflächen immer noch bis auf den nackten Boden geharkt und abgefahren. Dabei ist die Laubschicht von unschätzbarem Wert.

Zum Schutz der Böden, der Wurzeln von Gehölzen aber auch für Insekten und Kleinlebewesen ist diese Laubschicht überlebenswichtig. Das Laub zerfällt zu Humus und düngt im natürlichen Kreislauf die Bäume, Pflanzen und Sträucher.

Außerdem bietet die Decke Schutz vor Austrocknung und hält das Wasser länger. Ein Umstand der in den trocknen Sommern immer wichtiger wird. Die obere Bodenschicht bleibt durch diese sogenannte Mulchschicht locker und luftdurchlässig. Außerdem wird das Ansiedeln von Unkräutern erschwert.

Kerstin Pahl




2. Nachhaltigkeits-Stammtisch

2. Nachhaltigkeits-Stammtisch

Mitte September waren wir zu Gast in Reesdorf. Familie Schwericke öffnete die Hoftore, so dass wir zum Thema Blühflächen-Anlage und Pflege lebhaft diskutieren und uns an ihrer Fläche erfreuen konnten.

Von Interesse war hier z.B. zusätzlich die Frage nach geeigneten Stauden für Insekten und deren Bezugsquellen.

Das Interesse, wie man als Einzelner konkret aktiv werden kann wächst und beschäftigte auch diesmal wieder die über 20 Teilnehmer des Abends.

Anregungen gab es zu ganz verschiedenen Themen, so zur Umweltbildung in Projektwochen und bei Wandertagen aber auch zum naturnahen Waldumbau oder zur touristischen Einbindung von natürlichen Besonderheiten unserer Landschaft. Diese haben immer einen tiefen geschichtlichen Hintergrund, ein Schatz den es zu heben lohnt. „Naturschätze gibt es in fast allen Dörfern“ sagt Jürgen Frenzel und weist dann auf den geschichtlichen Hintergrund der sogenannten Röthe-Pfuhle hin. Frau Stein wünscht sich eine  Abstimmung mit der Eltern- und Schulkonferenz, um bereits die Kleinsten zu begeistern.

Frau Lietz nahm Vorschläge für die Stadtverordnetenversammlung mit. So fordert die Runde des Nachhaltigkeits-Stammtisches ein „glyphosatfreies Beelitz“ und ein „Verbot von Schottergärten“.

Kerstin Pahl




REFUGIUM in Beelitz-Heilstätten – vorbildlich

Übergabe der begehrten Plakette des Vereins Blühstreifen Beelitze.V.

Kompromiss bei der Grünflächenpflege in der Wohnanlage REFUGIUM in Beelitz- Heilstätten

20190708 Heilstätten 2

20190708 Heilstätten 2

Anfang Juli waren wir zu einem Abstimmungsgespräch bei Mietern in Beelitz-Heilstätten eingeladen. Ihr Wunsch war die Anlage einer blühenden Grünfläche in der Wohnanlage. Sie baten uns um Beratung und Unterstützung. Beim gemeinsamen Vorort-Termin stellten wir ein bereits bestehendes wahres Insektenparadies fest, dass wunschgemäß durch tolle blühende, heimische Wildpflanzen auffiel. An diesem sonnigen Tag wimmelte es hier nur so von Insekten, wie Schmetterlingen und Hummeln. Wir fanden z.B. Spitzwegerich, Flockenblume,

20190708 Heilstätten 3

20190708 Heilstätten 3

Wilde Möhre und Natternkopf, Nachtkerze, Wegwarte und Schafgarbe vor. Damit hat diese Fläche unsere Auszeichnungsplakette verdient, die hier überreicht wurde.

Eigentlich ist Zeit für die Grundstückspflege und so kam uns der Hausmeister direkt mit Rasenmäher und Co. entgegen.

20190708 Heilstätten 6

20190708 Heilstätten 6

Im gemeinsamen Gespräch mit Herrn Krause wurde dieser schön anzusehende Kompromiss erreicht. Mit dem Freischneider hat Herr Krause das Gras zwischen den Kräutern entfernt und die blühenden Stauden stehen lassen. Die Wege, die begangen werden müssen, wurden gemäht. Dafür aber auch eine Teilfläche gänzlich belassen. So wurden wichtige Nahrungsflächen für Insekten geschont. Denn gerade jetzt herrscht bei Hummeln und Co Nahrungsnot.

Unser Bild der wilden Blumen muss sich wieder wandeln. Vom ungeliebten Unkraut hin zur bunten Sommerwiese! Bitte zweimal überlegen, ob diese Blüte abgemäht werden muss. Jeder Quadratmeter zählt! Vielen Dank an Herrn Krause für sein offenes Ohr und seine Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Sprechen Sie Ihre Mitmenschen und Ihre Volksvertreter an! Damit es bald überall so aussieht, wie in Beelitz-Heilstätten. Grün sind trotz der Trockenheit die heimischen Wildpflanzen!

20190708 Heilstätten 7

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20190708 Heilstätten 11

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20190708 Heilstätten 9

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Kerstin Pahl

 

 

 




Bericht von der Jahresveranstaltung 2019 : 3. Aktionstag Insektenschutz

 

Top

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Aktionstag Insektenschutz- gemeinsam Artenvielflat erhalten!

Auch in diesem Jahr hat der Verein Blühstreifen eine Jahresveranstaltung zum Thema „Insektensterben“ auf die Beine gestellt. Fast 100 Teilnehmer folgten am 2.6. der Einladung ins Naturschutzzentrum Glau, wo mit vielen Partnern ein buntes Familienprogramm geboten wurde. Die erste Infoveranstaltung gab es vor 3 Jahren in Buchholz, wo das Projekt und die Partner vorgestellt und auch die ersten Blühflächen demonstriert wurden.

Im vorigen Jahr gab es in Wittbrietzen hochkarätige Vorträge von der Hochschule Anhalt (Sandra Mann) zum Thema „Anlage und Pflege artenreicher Blühstreifen und -flächen mit gebietseigenen Wildpflanzen“ und vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie über die Ergebnisse der Wirkungsuntersuchungen der Blühflächenförderung mit Agrarumweltmaßnahmen in Sachsen. Am Nachmittag wurden Blühflächen sowie die Wildpflanzenvermehrung im Betrieb „Landgut Hennickendorf“ besichtigt.

Karin Rohr

Karin Rohr

In diesem Jahr nun begann die Veranstaltung sehr emotional mit der Ausstellungseröffnung von Karin Rohr „Gartenvielfalt – Artenvielfalt“. Die Ausstellung kann übrigens noch bis zum 31. 8. in Glau besichtigt werden. Kommen Sie gern auch zur Finissage nach Glau.

Stände 1

Stände 1

Ganz im Zeichen der Verwendung von Wildpflanzen stand der Nachmittag bei Kochen mit Wildkräutern (Astrid Buzin) oder bei der Wollwerkstatt von Kathleen Dahl. Sie färbte Seidentücher mit Krapp und Wiesenkerbel in den Farben rot bzw. kräftig gelb ein.

Gut besucht war die Mit-mach-Werkstatt des Vereins Lauter Leben Kultur e.V. beim Bau von Insektennisthilfen aus Büchsen, beim Samenkugeln kneten oder auch gleich nebenan der Filzstand. Jenny Friedel zeigte uns, wie man bunte Hummeln und Bienen aus Wollle filzen kann.

20190602 Biene

20190602 Biene

20190602 Filzen

20190602 Filzen

„Warum jeder Quadratmeter heimischer Wildpflanzen“ zählt, erläuterte Ariane Hofmann in ihrem informativen Vortrag im Seminarraum. Mit dabei war z.B. auch Dr. Lothar Adam mit Fachinformationen zu Alten Nutzpflanzen.

Insgesamt verbrachten die Teilnehmer einen kunterbunten Nachmittag bei herrlichem Wetter. Viele Menschen wurden auf diese Weise motiviert, selbst im eigenen Garten einiges umzustellen für mehr Artenvielfalt.

Manchmal ist es ganz einfach – z.B. durch das Liegenlassen von Totholz kann man Unterschlupf und Lebensraum für Insekten schaffen, genauso wie durch das bewusste Stehen lassen wilder Ecken. Bienenfreundliche Pflanzen konnte man gleich mitnehmen und wertvolle Hilfe vom Verein „Naturgarten“ erhalten. Wer nicht viel Platz im Garten hat, bekam Anregungen für einen bienenfreundlichen Balkonkasten. Es müssen nicht immer Pelargonien sein! – Denn diese sind für nektar- und pollensuchende heimische Insekten, Bienen und Schmetterlinge wertlos.

Wir danken all unseren Partnern für die tatkräftige Unterstützung! Wenn Sie selbst mal eine Blühfläche im Garten anlegen möchten, melden Sie sich gern.

Auch in diesem Jahr gibt es neue mehrjährige Blühflächen in unserer Region. Mit fast 70 ha Wildpflanzenflächen leisten wir zusammen einen tollen Beitrag für mehr Biodiversität in der Landschaft. Unser Projekt nimmt weiter Fahrt auf. Es handelt sich ausschließlich um mehrjährige Flächen, angesät mit gebietsheimischem Regiosaatgut zum Schutz unserer heimischen Wildbienen und Hummeln. Die Blühzeit ist vom Frühjahr bis zum Herbst, Dünger und Pestizide werden hier nicht verwendet. Blühflächenführungen gibt es wieder am 29.6.2019.

Alle Termine finden Sie unter www.bluehstreifen-beelitz.de

 

Alle Fotos:  www.enrico.roehner.eu

 

Kerstin Pahl

Blühstreifen Beelitz e.V.

Foot

Foot

 

Führung LFV Andrea Luettger

Stände 1

Stände 1

Naturpark Nuthe – Nieplitz

Stand Naturpark Nuthe-Nieplitz, Stand Natur-Memo Astid Buzin

Vortrag Ariane Hofmann

Vortrag Ariane Hofmann

Karin Rohr

Karin Rohr

2.Vorsitzende des LFV Elisabeth Schoedter und Kerstin Pahl




Glasstrohhalme helfen gegen Plastikmüll

1 zu 0! Italien führt!

(Der „Videobeweis“ zeigte ein Unentschieden!)

Die Brüder vom italienischen Restaurant „Due Fratelli“ für mehr Nachhaltigkeit, ebenso, wie „Lokal Genial“

Die besten Cocktails gibt’s auf der Sonnenterrasse bei unserem neuen italienischen Restaurant in Beelitz. Z.B. Aperol Spritz, ein typisch italienisches Sommergetränk – längst hat es auch bei uns Einzug gehalten und wo schmeckt es besser als zum Sonnenuntergang hier bei den „Due Fratellis“? Und zwingend dazu gehört nicht nur die Orangenscheibe mit Pfefferminzblatt, sondern eben auch ein Strohhalm. Der Genuss ist Dank der Trinkverzögerung mittels Strohhalm halt noch größer und währt länger. Nur dumm, dass dieser Strohhalm nicht aus Stroh besteht, sondern aus Plastik. 3 Milliarden Plastiktrinkhalme werden weltweit täglich weggeworfen.

Nico mit Glasstrohhalm

Nico mit Glasstrohhalm

Vergessen wir also das Problem für heute Abend im Sonnenuntergang oder gibt es eine gute Alternative? Denn: alles Plastik landet irgendwann im Meer, es wird nicht nur für Meereslebewesen zum immer größeren Problem, sondern wurde nun auch im menschlichen Darm nachgewiesen. Nach einmaligem Gebrauch heute Abend auf der Sonnenterrasse im Sonnenuntergang landet das Plastikteil …. irgendwo. Wir Menschen sind ebenfalls Teil der Nahrungskette und wissen nicht einmal, welche Schäden nach und nach für uns folgen können.

Plastik baut sich sehr schwer ab und zerfällt in langen Prozessen zu Mikroplastik, damit ist es aber immer noch nicht weg. Dieser schöne, billige und funktionale Stoff ist also Fluch und Segen. Wenn wir Verantwortung für unsere Erde übernehmen und nachhaltig handeln wollen, führt der Weg am Plastikeinsparen also nicht vorbei. Eine Initiative der EU zum Verbot von Einwegbesteck, Trinkhalmen und Q-tips geht dabei in die richtige Richtung.

Die beiden Brüder vom „Due Fratelli“ sind nicht nur eine tolle Bereicherung des Beelitzer Stadtlebens mit leckeren Gerichten und einem großartigen Service, sie haben auch beim Thema Nachhaltigkeit die Nase vorn. Zusammen mit dem Verein Blühstreifen Beelitz e.V. setzen sie nun als ERSTES Beelitzer Restaurant auf edle Glas- statt Plastiktrinkhalme. (Wie gesagt, der „Videobeweis“! Später stellte sich heraus, dass auch „Lokal Genial“ auf Glasstrohhalme gesetzt hatte!)

Für so viel Innovation beim Thema Nachhaltigkeit gibt’s von uns die beliebte Plakette „Wir tun etwas für Bienen und Schmetterlinge“. Denn außerdem verbessern eine Kräuterspirale, ein Insektenhotel, und begrünte Wände die Lebensbedingungen für unsere stark im Rückgang begriffenen Insekten. Zusätzlich gab‘s das Versprechen, im nächsten Jahr einen Teil der Rasenfläche zur Blühwiese umzugestalten.

Es gibt sie, die Alternativen, die tatsächlich auch gut sind. Glas- oder Edelstahlhalme können mehrfach verwendet werden, kommen einfach in die Spülmaschine, sind haltbar und umweltfreundlich. Und sie sehen einfach edel aus! Wer mag, bekommt sogar eine kleine Bürste dazu.

Die Berliner Start Up- Firma HALM.co/de hatte die Idee, vertreibt nun verschiedene Ausführungen der Halme aus Glas und freut sich auf neue Kunden. Das unterstützen wir gern. Man kann sich auch eine Gravur für seine Trinkhalme anfertigen lassen.

Der Verein Blühstreifen e.V. bemüht sich darum, den Blick im Alltag zu schärfen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wo wir alle „etwas tun“ können. Sprechen Sie uns gerne an: info@bluehstreifen-beelitz.de.

Kerstin Pahl




Mehr Mittel für Krefelder Forschung zum Insektensterben

BMU-Förderung wird verlängert und ausgeweitet

Aus Pressemitteilung des BMU vom 13.7.2018

Die Krefelder Insektenforscher werden ihre Forschung zum Ausmaß und den Ursachen des Insektensterbens in den nächsten Jahren deutlich ausweiten können. Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreichte heute im Rahmen ihrer Sommerreise einen Bewilligungsbescheid an Dr. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld e. V. Das bereits seit 2016 laufende gemeinsame Forschungsvorhaben wird von ursprünglich 2018 bis 2021 verlängert, ausgeweitet und mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 150.000 Euro versehen. Im Projekt werden aktuelle und historische Insektenproben der Krefelder Insektenforscher tiefer analysiert, um mehr über das Insektensterben und die Ursachen zu erfahren.

BMU Graphik Wildbienen

BMU Graphik Wildbienen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Sowohl die Gesamtmenge der Insekten als auch die Vielfalt der Insektenarten ist in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Das Insektensterben droht die Natur aus dem Gleichgewicht zu bringen. Von den Analysen der Krefelder Insektenforscher erwarten wir uns wichtige Rückschlüsse auf die konkreten Ursachen, die letztlich zum Rückgang von Insekten beigetragen haben. Diese Erkenntnisse werden uns dabei helfen, Gegenmaßnahmen gezielt auszurichten und weitere Verluste von biologischer Vielfalt auf den Kernflächen des Naturschutzes und insbesondere im Netzwerk Natura 2000 zu verhindern oder zu vermindern.“

Bislang konzentrierte sich die Forschung des Entomologischen Vereins auf die Entwicklung der Insekten-Biomasse im Verlauf der Jahrzehnte – also die Frage, wie viele Insekten zu welchem Zeitpunkt insgesamt auftauchten. Mit dem vom BMU geförderten Vorhaben können die Insektenproben verstärkt auf Ebene einzelner Arten und Artengruppen untersucht werden. So lässt sich etwa klären, wie sich der Bestand bestimmter Insektenarten verändert hat und inwieweit die Artenvielfalt zurückgegangen ist. Diese aufwändigen vergleichenden Analysen der Insektenproben auf Artniveau können durch die Verlängerung und Aufstockung des Vorhabens nun deutlich ausgeweitet werden. Die Insektenforscher werden außerdem Nachbeprobungen an verschiedenen Standorten durchführen und so unter anderem neu aufgetretenen Fragen nachgehen, etwa inwieweit die Folgen intensiver Landwirtschaft auch auf benachbarte Schutzgebiete einwirken.

Seit Jahrzehnten schon sammeln die Krefelder Entomologen umfangreiche Insektenproben und tragen enorme Datenmengen zu Insekten und ihren Beständen zusammen. Auf Basis der Insektenproben konnten zuletzt dramatische Insektenrückgänge von durchschnittlich 76 Prozent in Schutzgebieten innerhalb der letzten 27 Jahre wissenschaftlich nachgewiesen werden.

Die Erkenntnisse aus dem Forschungsvorhaben und die Erfahrungen der Krefelder Insektenforscher beim Sammeln und Auswerten von Insektenproben fließen in die laufende Entwicklung eines bundesweiten Insektenmonitorings ein. Bestehende Wissenslücken über das Insektensterben zu schließen und ein bundesweit einheitliches Insektenmonitoring einzuführen sind auch wichtige Handlungsbereiche des im Koalitionsvertrag angekündigten „Aktionsprogramm Insektenschutz“. Eckpunkte des Aktionsprogramms wurden auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 20. Juni 2018 durch das Bundeskabinett beschlossen. Auf Basis dieser Eckpunkte wird das Bundesumweltministerium Vorschläge für konkrete Insektenschutzmaßnahmen bis Herbst 2018 erarbeiten und eine breite öffentliche Diskussion starten. Das Aktionsprogramm soll bis zum Sommer 2019 vom Kabinett beschlossen werden.

Quelle: BMU:  https://www.bmu.de/pressemitteilung/mehr-mittel-fuer-krefelder-forschung-zum-insektensterben-1/




Spargelfest auch im Sichenholz in Beelitz

Die erste private Blühfläche in Beelitz geht ins zweite Jahr und feiert mit beim Spargelfest. Guido und Christine haben den Garten in ein Kunstwerk verwandelt. Skulpturen stehen neben historischen Traktoren, kunstvoll genähte Patchwork-Decken hängen zwischen den Bäumen der Streuobstwiese, Baumstümpfe und Gartenliegen laden zum Verweilen und Entspannen ein.

20180603 Smoothies P1120898

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Entspannung und Genüsse versprechen auch die Smoothies und Pestos aus Wildkräutern und lokalen Zutaten. Wildkräuter und Wildblumen wachsen auch im Überfluss auf den Blühwiesen im Garten. Auf Schildchen kann man nachlesen, welche Wildblumen man da vor sich hat. Schafgarbe, Ackerkratzdiestel, Wilde Möhre, Lichtnelke, Rotklee, Wiesen-Flockenblume, Gelbklee, Phacelia, Klatschmohn und viele andere, die man schon einmal gehört hatte und schon lange mal sehen wollte.

20180603 Kunstwerke P1120888

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Die Zinnows erklären einem die Zusammensetzung und die Bedeutung für die heimische Insektenwelt, die so bedroht ist. Auf großen Tafeln kann man sich über die Auswirkungen, von verschiedenen Möglichkeiteneinen Garten zu bewirtschaften, auf die Lebensbedingungen von Wildbienen informieren. Es wird klar: jeder kann etwas tun, um das Insektensterben aufzuhalten.

Danke, liebe Christine und lieber Guido, für dieses Kleinod der Ruhe an der Clara-Zetkin-Straße.

Derweil zieht durch die Stadt der große Umzug, an dem der Verein Blühstreifen Beelitz e.V. zusammen mit dem gemeinnützigen Dorfverein Buchholz Zauche e.V. Hand in Hand Bienen und Blüten präsentiert und so aufmerksam macht, mit wie wenig Mitteln sich jeder gegen das Insektensterben einsetzen kann.

 

Traktor mit dem Wagen zum Umzug

Traktor mit dem Wagen zum Umzug

20180603Patchworkgruppe Beelitz_154509

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Frühling für die Blühwiese

Frühling auf der Blühwiese…….

…….Was ist jetzt zu tun.

Pflege der Flächen aus dem letzten Jahr:

Diese Stängel aus dem letzten Jahr können Ende April endlich abgeschnitten werden, denn die „Bewohner“ fliegen dann hoffentlich schon.

Das gleiche gilt für ausgewachsene Brachen und auch für die Blühflächen des letzten Jahres.

Einjährige Blühmischungen grubbern, mehrjährige Mischungen in 20cm Höhe mähen und abräumen, wo das nicht möglich ist mulchen. Dabei das Mähwerk so hoch einstellen, dass die schon ausgetriebenen Pflanzenrosetten nicht beschädigt werden. Kleine Flächen lassen sich gut mit der Motorsense bearbeiten. Danach das Mähgut abräumen. Auf keinen Fall düngen!

Neuanlegen von Blühflächen:

Bei der Neuansaat kann man sehr viel beeinflussen. Gute Vorbereitung stellt den Erfolg sicher.

Flächen „schwarz“ machen, das bedeutet nach Möglichkeit im Garten umgraben, größere Flächen grubbern oder fräsen. Wo das nicht möglich ist, vertikutieren, Quecken Calamagrostis, Diestel oder Melde ausbuddeln. Zum Aussähen einer neuen Blühmischung, nach Möglichkeit gebietsheimisches Saatgut verwenden. Dabei 10 – 20 g/m² verwenden und nur oberflächlich ausstreuen und antreten, denn die meisten Wildblumensamen sind Lichtkeimer. Anfangs feucht halten. Wichtig ist, dass die Mischung Blüten vom frühen Frühling bis in den Spätherbst enthalten, damit die Bienen und Schmetterlinge nicht hungrig in den Winter gehen müssen.

Wilde Ecken im Garten einplanen.

20170729-Rasenfläche-teilgemäht-

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Teile seiner Rasenflächen einfach mal nicht mehr mähen. Dadurch setzen sich auch Wildkräuter durch, die schön aussehen, gut im Salat schmecken, Wildbienen anlocken und für deren Erhalt sorgen. Sandige Abschnitte, Benjeshecken, Totholz- und Steinhaufen anlegen, die als Behausungsflächen für Wildbienen, so auch Hummeln, dienen. Auch Reisighaufen locken Kleinwild, wie Igel und Erdkröten an, die Schädlinge dezimieren.

Eine umfassende Handlungsanweisung des Landes Sachsen Anhalt können Sie hier downloaden.

Sehr schön sieht im Garten auch ein Insektenhotel aus. Jetzt ist die richtige Zeit eines zu bauen. Ihre Kinder werden sie mit hohem Interesse und Forscherdrang belohnen. Im Fachhandel kann man Beobachtungsbrutröhrchen erwerben, in denen man den Werdegang der Wildbiene studieren kann. Wer es ganz genau wissen will, findet hier den Leitfaden für Wildbienennisthilfen von Ariane Hofmann vom Hortus Terrigenus in Kleinbeuthen, der keine Fragen offen lässt.

Das muss auch nicht so perfekt aussehen, wie dieses hier in Klaistow.

20180212-Insektenhotel-Klaistow-

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An dieser Stelle möchten wir uns bei dem Schirmherrn unseres Vereins Herrn Bürgermeister Knuth und seinem Vertreter Herrn Zadow herzlich für die gute Zusammenarbeit und großzügige Unterstützung durch die Stadt Beelitz bedanken. So viel Aufgeschlossenheit für unser Anliegen halten wir nicht für selbstverständlich. Für die neue Amtsperiode wünschen wir weiter ein so gutes „Händchen“ für die Führung der Stadt Beelitz.

Wir suchen weiterhin Landwirte für die Zusammenarbeit, um dem Insektensterben entgegen zu wirken. Jeder Garten- oder Balkonbesitzer kann mit kleinen Schritten zur Gesundung unserer Natur beitragen. Auch die kommunalen Flächen könnten sich in Augenweiden mit Blüten vom Frühling bis Herbst verwandeln.