Kleingewässer im Garten – kleine Oasen mit großer Wirkung

Wasser bringt Leben in den Garten. Schon kleinste Gewässer schaffen wertvolle Rückzugsorte für Tiere, helfen an heißen Tagen beim Abkühlen und machen den Garten widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels. Für einen klimafitten Garten braucht es dabei nicht unbedingt einen großen Teich: Bereits eine eingegrabene Schüssel, eine flache Keramikschale oder ein anderes wassergefülltes Gefäß kann zu einem wichtigen Mini-Lebensraum werden.

Kleine Wasserstellen helfen vielen Arten

Vögel, Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer, Igel oder Amphibien – sie alle profitieren von kleinen Wasserstellen im Garten. Besonders in trockenen Sommern werden natürliche Wasserquellen immer seltener. Selbst ein kleines Gefäß mit Wasser kann dann überlebenswichtig sein.

Dabei gilt: Je naturnäher das Kleingewässer gestaltet ist, desto größer ist sein Nutzen für die Tierwelt.

Es muss kein großer Teich sein

Wer wenig Platz hat oder keinen Teich anlegen möchte, kann trotzdem viel bewirken. Geeignet sind zum Beispiel:

  • eingegrabene Schüsseln
  • flache Tonschalen
  • ausgediente Zinkwannen
  • große Untersetzer
  • kleine Bottiche oder Kübel


Wichtig ist vor allem, dass die Wasserstelle regelmäßig mit frischem Wasser gefüllt wird. Gerade kleine Gefäße erwärmen sich schnell. Durch regelmäßiges Nachfüllen und Austauschen bleibt das Wasser sauber und sauerstoffreich.

Wassersammler
Wassersammler
Wassereimer
Wassereimer

Flache Ufer sind entscheidend

Kleine Gewässer sollten möglichst flache Übergänge oder sichere Ausstiegsmöglichkeiten besitzen. Viele Tiere geraten sonst ins Wasser und können nicht mehr herausklettern.

Hilfreich sind zum Beispiel:

  • flach auslaufende Uferbereiche
  • Steine in unterschiedlichen Höhen
  • Holzstücke oder Äste als „Rettungsinseln“
  • kleine Rampen aus Rinde oder Holz


Besonders Insekten profitieren davon. Wildbienen oder Käfer können trinken, ohne zu ertrinken.

Keine Goldfische einsetzen

Auch wenn es verlockend erscheint: In naturnahen Kleingewässern sollten keine Goldfische gehalten werden. Sie fressen Insektenlarven, Kaulquappen und andere Wasserlebewesen und stören das ökologische Gleichgewicht. Kleine Wasserstellen sollen vor allem Lebensraum schaffen – nicht steril oder „aufgeräumt“ wirken.

Mehr Natur wagen

Ein naturnahes Kleingewässer darf lebendig aussehen. Einige Wasserpflanzen, etwas Laub am Rand oder Steine schaffen Struktur und bieten vielen Arten Schutz. Schon nach kurzer Zeit siedeln sich oft erste Tiere an – von Wasserläufern bis zu Libellen.

So wird selbst die kleinste Wasserschale zu einem wichtigen Beitrag für mehr Biodiversität und zu einem Baustein für den klimafitten Garten.

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