Ein gesunder Boden ist die Grundlage für reiche Ernten und vitale Pflanzen. Daher ist die ständige Bodenabdeckung ein wichtiges Prinzip im naturnahen Garten. Keine nackten Böden. Das schützt das Bodenleben und hält die Feuchtigkeit, was besonders im Gemüsebeet hilft auf Chemie und künstliche Dünger zu verzichten. Sind die Beete abgeerntet, kannst Du mit der sogenannten Gründüngung Deinen Boden pflegen. Verpasse Deinen Beeten in diesem Herbst eine Bodenkur!
Was ist Gründüngung?
Bei der Gründüngung werden bestimmte Pflanzen eingesät, die den Boden nicht nur bedecken, sondern auch langfristig verbessern. Sie lockern die Erde, liefern organische Masse, fördern Humusbildung und tragen zur Nährstoffversorgung bei. Im Gegensatz zu klassischen Düngemitteln wirkt sie nicht sofort, sondern nachhaltig.
So funktioniert’s
- Nach der Ernte Fläche von Unkraut befreien und lockern
- Saatgut gleichmäßig ausbringen und gut wässern
- Pflanzen wachsen lassen, aber vor der Samenbildung abmähen
- Pflanzenteile auf der Fläche belassen oder einarbeiten
Unterschieden wird zwischen:
- Vorsaat (Februar–März),
- Nachsaat (Herbst nach der Ernte),
- Zwischen- oder Untersaat (zwischen Kulturpflanzen).
Nicht winterharte Arten frieren ab und können im Frühjahr direkt eingearbeitet werden.
Vorteile der Gründüngung
- Schutz vor Austrocknung, Erosion und Nährstoffauswaschung
- Förderung der Humusbildung und Bodenlockerung
- Unterdrückung von Unkraut
- Verbesserung der Bodenstruktur
- Lebensraum und Nahrung für Bodenlebewesen und Insekten
- Stickstoffanreicherung durch Leguminosen
- Blühende Arten bieten wertvolle Bienenweiden
Einziger Nachteil: Saatgut und Arbeitsaufwand fallen zusätzlich an – die positiven Effekte überwiegen jedoch deutlich.
Geeignete Pflanzen je nach Ziel
- Bodenlockerung: Phacelia, Ölrettich, Lupinen, Ackerbohnen, Gelbsenf
- Witterungsschutz: Winterroggen, Luzerne, Spinat
- Schädlingsabwehr: Ringelblumen, Studentenblumen, Sonnenblumen
- Stickstoffanreicherung: Erbsen, Bohnen, Klee, Wicken
- Bienenweide: Phacelia, Buchweizen, Borretsch, Sonnenblumen
Im Handel sind auch farbenfrohe Mischungen erhältlich.
Fazit
Gründüngung ist eine einfache und wirkungsvolle Methode, um den Gartenboden fruchtbar und lebendig zu halten. Wer sie nutzt, schafft die Basis für gesunde Pflanzen, reichhaltige Ernten und einen vielfältigen, naturnahen Garten.
Ein Kommentar
Ich habe mein abgeräumtes Dahlienbeet mit „Landsberger Gemenge“ gechützt. Sieht schon schön grün aus.
Schade, dass man kein Bild hochladen kann.