gemeinsam Artenvielfalt erhalten
9. Station
Unsere Landschaft ist zwar durch die Eiszeit entstanden, wurde aber auch stark von den Menschen geprägt, die hier lebten und wirtschafteten. Es wurden nicht nur Gräben zur Entwässerung gezogen, Kies abgebaut oder Müll abgelagert, insbesondere bekam die
Gegend durch den großflächigen Spargelanbau ein neues Gesicht. Entstanden ist eine Kulturlandschaft, wie wir sie heute kennen. Sie dient als Wirtschaftsraum für Landwirte, die hier auf den Feldern unsere Nahrung produzieren. Aber nicht nur Menschen brauchen die Felder. Auch wildlebenden Tieren und Pflanzen gehört dieser Landschaftsraum, die unsere Natur erst ausmachen. Viele von ihnen sind unterdessen gefährdet.
Auf mehr als der Hälfte der Fläche wird in Deutschland Landwirtschaft betrieben. Weil die Landwirtschaft so eine große Rolle spielt, ist auch ihre Wirkung auf die Umwelt erheblich. Für viele Landwirt*innen ist es auch heute ein wichtiger Teil der Tradition, die Schätze der Natur zu erhalten und zu pflegen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Landwirtschaft umweltverträglich zu gestalten.
Als Landschaftselemente werden Bestandteile der Natur bezeichnet, die die Gegend strukturieren können. Viele wurden vom Menschen, oft in traditioneller Landbewirtschaftung, geschaffen und sie dienen noch heute als besondere Rückzugsräume für die Artenvielfalt. Das sind beispielsweise Hecken, Baumreihen, Gehölzinseln, Baggerseen, Feldraine und Wegränder, Feldsteinriegel, Trockenmauern, Brachen oder Waldsäume. Wir möchten im Verlauf des Weges einige von ihnen vorstellen und auf ihren Wert hinweisen.
Der Mäusebussard ist der häufigste Greifvogel Deutschlands.
Foto © Tim Wahrenberg
Kraniche bleiben ihrem Partner ein Leben lang treu. Kommen zwei junge Kraniche zusammen, führen sie imposante Tänze zur Paarbildung auf.
Foto © Johannes Müller
Der Neuntöter spießt seine Beute, z.B. Mäuse und Insekten, gerne auf Dornen zur Vorratshaltung auf.
Foto © Tim Wahrenberg
Einst waren sie hier häufig zu finden und wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Kilometerlang wanden sich blühende Randstreifen durch die Feldflur. Die Blüten und Samen ernährten Insekten und Wiesenvögel. Die hohe Vegetation diente Rebhühnern, Fasanen oder Hasen als Deckung. Unterdessen sind sie zu schmalen artenarmen Grasstreifen an Feldwegen oder Landstraßen geworden. Die intensive Nutzung der Landschaft und der Kostendruck bei der Pflege hat diesen wichtigen Biotopverbund stark degradiert.
Die Nutzung einer Landschaft wird immer auch bestimmt von den dort vorkommenden Böden, den klimatischen und Wasserverhältnissen. Der weite Blick macht diese Landschaft zu etwas ganz Besonderem. Insbesondere in der jüngsten Eiszeit (Weichseleiszeit) geformt, wurden bei der Rückbildung des Eises Schmelzwasserbahnen, Grundmoränenplatten und Sander gebildet. Die Schmelzwasser formten die Nieplitz-Niederung und hinterließen bis zu 25 m mächtige Talsandschichten. Die Schmelzwässer des Inlandeises flossen weiter in das südlich vorgelagerte Baruther Urstromtal. Etwas nördlich schließt sich die sogenannte Zauche an. Der Name Zauche kommt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie „trockenes Land“.
(Quelle: Wikipedia u. Reinhard E. Fischer)
Im Boden leben unzählige kleine Tiere, Pilze und Bakterien. Sie zersetzen Pflanzenreste und machen daraus Humus. Humus ist wie ein Vorratsschrank für den Boden…
Landwirtschaft prägt unsere Landschaft – und sie spielt eine zentrale Rolle für den Klimaschutz. Besonders wichtig dabei ist etwas, das wir oft übersehen: der Boden unter unseren Füßen. Böden speichern große Mengen Kohlenstoff…
Unser Klima ist im Wandel – und wir alle sind davon betroffen. Teste dein Wissen und entdecke, wie viel du über Ursachen, Folgen und Lösungen bereits weißt!
Drei kurze Fragen an jeder Station mit Auswertung und den richtigen Antworten.