Der Garten blüht, der Garten duftet
Der Juni ist der duftendste Monat des Jahres. Nach Flieder und Maiglöckchen im Mai folgen nun Rosen, Holunder, Geißblatt, Linde und viele mehr. Wer jetzt durch den Garten geht, wird von Aromen begleitet, die uns entspannen, erinnern und inspirieren.
Besonders die alten Rosensorten – etwa Damaszener- oder Zentifolienrosen – schenken intensiven Duft. Moderne Sorten überzeugen oft optisch, duften aber kaum. Ungefüllte Sorten bieten außerdem Insektennahrung. Auch Deutzien, das duftende Geißblatt („Je länger je lieber“) und die Linde, die ab Anfang Juni blüht, sind duftstarke Gehölze. Der warme, süße Lindenduft zieht nicht nur uns an, sondern auch eine Vielzahl an Insekten.
Einige der besten Garten-Duftstellen: an Wegen, Sitzplätzen oder Eingängen – Orte, die wir oft und gern besuchen. Besonders schön ist, wenn dort eine Kombination aus Gehölzen und Stauden wächst, die sich gegenseitig in Duft und Blüte ergänzen.
Pflanzen mit „Duft“ im Namen – aber Vorsicht: nicht alle duften!
Manche Pflanzen führen „duftend“ im Namen – z. B. duftende Rose, duftende Nelke oder Duftnessel. Der Zusatz weist darauf hin, dass es auch Sorten gibt, die nicht duften – etwa durch Züchtung auf Blütengröße oder lange Haltbarkeit. Wer auf Duft setzt, sollte gezielt nach aromatischen Arten oder alten Sorten suchen.
Wie man den Garten zum Duften bringt
- Standort beachten: Warme, sonnige Plätze verstärken die Duftwirkung – im Schatten bleibt manches Aroma verborgen
- Platzierung mit Sinn: Duftpflanzen gehören dorthin, wo man sie erlebt – an Sitzplätze, entlang von Wegen oder in die Nähe von Fenstern
- Kombinieren: Unterschiedliche Düfte zu kombinieren – von würzig über süß bis kräuterig – schafft ein vielschichtiges Dufterlebnis
- Licht und Luft: Vermeide zu dichte Pflanzungen – Luftzirkulation lässt Düfte besser fließen.