Ein naturnaher Garten schont nicht nur die Umwelt und unsere Gesundheit – er spart auch Ressourcen, Zeit und Geld. Allzu oft versuchen wir, Pflanzen „durchzubringen“, die mit den Gegebenheiten vor Ort eigentlich nichts anfangen können. Ein Rhododendron auf Kalkboden, ein sattgrüner Rasen in trockener Sommerhitze – solche Wünsche kosten oft viel Energie, Bodenaustausch, Dünger, Bewässerung und mitunter auch Pestizide.
Mit der Gestaltung wird der zukünftige Wasserbedarf festgelegt
Wer dagegen standortgerechte Pflanzen wählt – also solche, die mit den lokalen Boden- und Klimabedingungen gut zurechtkommen – braucht weniger Pflegeaufwand. Das Grundgerüst besteht aus Pflanzen, die ohne zusätzlichen Wasserbedarf auskommen.
Natürlich darf es auch Wunschpflanzen geben, die man sich gönnt, obwohl sie nicht optimal passen. Aber wenn das Grundgerüst des Gartens ökologisch und standortgerecht geplant ist, ist schon viel gewonnen. Wasserintensive Bereiche können nach und nach umgestellt werden.
Pflanzen an den richtigen Stellen einsetzen – in der Sonne Wassersparer pflanzen
Eine fast schon mediterrane Ecke eignet sich wesentlich besser für einen Steppen- oder Steingarten mit genügsamen Gräsern und Stauden. Besonders effektive Wassersparer sind leicht zu erkennen: Alles, was wollig behaart, stachelig oder kleinblättrig ist, reduziert damit die Blattoberfläche und verringert so die Verdunstung. Fleischige Blätter hingegen dienen als gute Wasserspeicher an besonders trockenen Tagen. Einige Beispiele hierfür sind Königskerzen, Hauswurz, Salbei, Oregano, Rosmarin oder Fetthenne.
Im Schatten und Halbschatten die besonders durstigen Vertreter unterbringen
Große Blätter bedeuten eine große Verdunstungsfläche – und damit einen hohen Wasserverbrauch. Gute Beispiele für solche Pflanzen finden sich häufig im Nutzgarten, etwa Kürbisse, Zucchini und Gurken oder auch die Kapuzinerkresse.
Mit den Jahren zahlt es sich aus, wenn du die Humusbildung im Garten förderst, etwa durch regelmäßiges, großflächiges Mulchen.
Vor allem im Nutzgarten ist eine humusreiche Erde ideal – sie liefert nicht nur reichlich Nährstoffe für das Gemüse, sondern speichert auch Wasser besonders gut.
Ein Kommentar
Für einen trockenen Standort kann ich unbedingt die Kokardenblume empfehlen. Mit ihren Wurzeln findet sie selbst im sandigsten brandenburger Boden eine Wasserschicht und bildet unermüdlich neue Blüten bis zum Frost. So erfreuen sie nicht nur uns sondern ganz besonders auch viele Hummeln.