Giersch
Wissenschaftlicher Name: Aegopodium podagraria
Pflanzenfamilie: Doldenblütler
Der unverwüstliche Giersch hat schon so manchen Gärtner zur Verzweifl ung gebracht. Denn in nährstoffreichen, schattigen und feuchten Bereichen breitet er sich durch seine Wurzelausläufer oft in Massen aus. Wenn der Giersch als grüner Teppich erscheint, ist der Frühling nicht mehr weit. Doch seien wir dankbar, dass sich so hilfreiche Kräuter wie Giersch, Brennnessel oder Vogelmiere nicht so leicht vertreiben lassen, sonst wären sie womöglich schon ausgerottet. Nutzen wir lieber ihre Lebenskraft, indem wir sie für die Ernährung oder zu Heilzwecken wieder entdecken.
In der Küche
Giersch ist eines der ältesten Wildgemüse und lässt sich im Wildsalat, in Suppen oder Aufläufen ähnlich wie Spinat verwenden. Sein Geschmack erinnert an Möhren, Petersilie und Dill. Er enthält viele Vitamine, Mineralstoff e und Spurenelemente. Wussten Sie, dass er bis zu dreizehnmal mehr Mineralstoff e als Grünkohl enthält? Genauso ist der Vitamin-C-Gehalt viermal höher als in Zitronen!
Heilwirkung
Schon in den Klostergärten des Mittelalters wurde der Giersch zu Heilzwecken angebaut. Man behandelte damit Gicht oder Herzerkrankungen. Kräuterpfarrer Künzle nannte Giersch eine “herrliche Medizin”. Er nutzte ihn als Mittel gegen Krampfadern, Husten, Wurmbefall, Zahnschmerzen, Gicht, Rheuma und Verstopfung.
Wo in Kanin?
Ganz am Ende des kleinen Ortes Kanin, am ehemaligen Teich, befindet sich die Infotafel zum Giersch. Der Giersch siedelt hier in großen Beständen auf nährstoffreichen, frischen Böden.


