Knoblauchsrauke
Wissenschaftlicher Name: Alliaria petiolata
Pflanzenfamilie: Kreuzblütengewächse
Verreibe die Blätter zwischen den Fingern, warte kurz und du erkennst die Pflanze eindeutig am intensiven Geruch.
Die Knoblauchsrauke wächst hier im lichten Wald an der Feuerwehr auch natürlich. Nur wenige Exemplare wurden gefunden. Ein neu angelegtes Wildkräuterbeet beherbergt nun zusätzliche Pflanzen aus gebietsheimischer Herkunft.
Im Rundling wird mit den gezeichneten Zusatzschildern auf Reiherschnabel und Sand-Strohblume hingewiesen. Der Reiherschnabel kommt hier natürlich vor und bildet riesige Bestände, die den Dorfkern im Frühjahr in ein wahres rosa Blütenmeer verwandeln. Die geschützte Sand-Strohblume kommt auf dem sandigen trockenen Standort in einigen Exemplaren vor.
Im Garten
Für viele Insekten, darunter auch Schmetterlingsraupen und Bienen, ist sie eine wichtige Futterquelle.
Leicht ist die Pflanze durch Aussaat zu vermehren. Einmal im Garten etabliert, übernehmen Ameisen die Verbreitung der Samen.
In der Ernährung
Knoblauch ohne Reue verspricht das Allerweltskraut, denn die Senfölglycoside der Pflanze sind eine andere Substanz als das Allicin des Knoblauchs. Die ganze Pflanze ist essbar. Für Salate, Kräuterquark, Pesto, Suppen und Saucen werden frische Blätter und Triebe verwendet. Die Blüten können als essbare Dekoration zu vielen Speisen gegeben werden.
Bekannteste Besucher:
Insekten wie Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge finden an den kleinen nektarreichen Blüten Nahrung. Sogar Käfer und Erdwanzen finden sichhier im Sommer in großer Zahl ein.
Heilwirkung
Knoblauchsrauke ist eine alte Heilpflanze, welche in der Naturheilkunde bei Erkrankungen des Verdauungstraktes und der Atemwege Verwendung fand.
Linderung verschaff t das zerriebene Blatt bei Insektenstichen.
Wissenswertes: Sind im 19. Jh. noch rund 450 Pflanzenarten gegessen worden, bringt es der moderne Mensch auf höchstens 30. Wildpflanzen-Nahrung kommt heute aus gesundheitlichen Gründen zunehmend wieder ins Gespräch. Die vielfältigen Inhaltsstoffe stärken die Abwehr. Auch in der Ernährung kommt es auf die Vielfalt an. Die Pflanze ist daher bestens für Frühlingskuren geeignet.


