Nachhaltigkeisstammtisch gut besucht

von Kirsten Harder-Greth

Engagement für Bienen wächst

Unerwartet viele Bürger kamen zum ersten Nachhaltigkeitsstammtisch in die wunderschöne Alte Brauerei Beelitz. Nicht nur aus der näheren Umgebung waren die TeilnehmerInnen zu diesem Treffen angereist, sondern auch aus Treuenbrietzen, und sogar aus Bad Belzig.
Eingeladen hatte der Verein „Blühstreifen Beelitz e.V.“, der von Kerstin und Lutz Pahl ins Leben gerufen wurde – und er hat beeindruckende Erfolge vorzuweisen. Allein in diesem Jahr konnten in Beelitz und Umgebung 22 Hektar Blühflächen eingerichtet werden. Das ist ein beeindruckender und wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt.
Aber es gibt noch viel zu tun. „Ich glaube nicht, dass die Politik in der Lage ist, noch schnell genug Lösungen zu finden“, sagt eine Teilnehmerin bei der Vorstellungsrunde. Und ein anderer fügt hinzu: „Als Bürger müssen wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen.“
Dabei bringt sich jeder mit seinen Stärken ein: Ob es das Anlegen grüner Dächer ist, ein Engagement in der Stadtverordnetenversammlung oder das Pflanzen von bienenfreundlichen Blumen auf  dem Balkon oder im Garten, jeder kann einen kleinen, aber wichtigen Teil beitragen. „Man unterschätzt, wie viel die kleine Teile am Ende ausmachen“, sagt Lutz Pahl, „denn sie fügen sich zu einem großen Ganzen zusammen. Und bei aller Dringlichkeit des Themas gibt es auch gute Nachrichten. „Das Engagement wächst stetig“, sagt Kerstin Pahl zum Abschluss der Runde, die dann noch eine Weile zum gemütlichen Plaudern bleibt. Und alle freuen sich auf das nächste Mal im September. Und bis dahin haben sie sicherlich schon wieder einen kleinen Teil getan.
Kirsten Harder-Greth




Jetzt offiziell Unterstützer der Volksinitiative Artenvielfalt retten

Nicht vergessen:

Am kommenden Sonntag in 14547 Beelitz OT Rieben, Landgasthaus Rieben um 13:20 Uhr:

Einladung Dörfler in Rieben

Einladung Dörfler in Rieben

Volksinitiative Klimanotstand in Brandenburg ausrufen!




Junior-Ranger-Camp

Es ist wieder so weit: Im Junior-Ranger-Camp treffen sich 50 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren aus den Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs und aus Polen. Gemeinsam mit ihren Betreuern, den Rangern der Naturwacht Brandenburg, schlagen sie für drei Tage ihre Zelte auf dem Campingplatz in Dobbrikow auf, um im Naturpark Nuthe-Nieplitz auf Spurensuche zu gehen.

So auch mit zwei Gruppen in Beelitz am Burgwall.

Mit Blühstreifen Beelitz e.V.
(Www.bluehstreifen-beelitz.de)

Vielen Dank an die umliegenden Nachbarn, die sich mit viel Einsatz eingebracht haben.

Foto: Johannes Müller

Foto: Johannes Müller

Foto: Johannes Müller

Foto: Johannes Müller

Fotos, wenn nicht anders vermerkt ©Blühstreifen Beelitz e.V.

 




Post aus Berlin

Ende Juni bekamen wir Post von der Staatssekretärin des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Mitglied des Bundestages, Frau Rita Schwarzelühr-Sutter.

Vortrag auf dem Tag der Insekten am 21.3.2019 Rita Schwarzelühr-Sutter

Vortrag auf dem Tag der Insekten am 21.3.2019 Rita Schwarzelühr-Sutter

Wir hatten beim Insektentag im Naturkundemuseum Berlin am 21.3.2019 Gelegenheit ihrer Rede zu lauschen und fanden, dass es eine gute Idee wäre, wenn Blühstreifen Beelitz ihr bei dieser Gelegenheit einen „Wunschzettel“ mitgeben würde.

Unser Wunsch ist ein sichtbares, praktisches  und symbolisches Zeichen der Bundesregierung für mehr Insektenschutz und Artenvielfalt. Im März wurde gerade das Aktionsproramm Insektenschutz der Bundesregierung breit diskutiert. Am 21.6. 2019 konnte es unterdessen auch beschlossen werden:

BfN internetseite Aktionsprogramm1

BfN internetseite Aktionsprogramm1

BfN internetseite Aktionsprogramm

BfN internetseite Aktionsprogramm

https://www.bmu.de/pressemitteilung/bundeskabinett-beschliesst-eckpunkte-fuer-aktionsprogramm-zum-insektenschutz/

Wir übergaben also der Frau Staatssekretärin unseren „Wunschzettel“ für ein solches unübersehbares Zeichen und wir sind überzeugt, dass eine solche Kampagne ihre Wirkung nicht verfehlen würde.

Unser Vorschlag war ein Blühstreifen vor dem Kanzleramt! Über die Breite und über die Pflanzenzusammensetzung lässt sich ja reden, Hauptsache es sind gebietsheimische Wildpflanzen…

Wir denken, es wäre ein wichtiges Signal in Sachen „Umdenken“ weg vom gepflegten „Einheitsrasen“ hin zu mehr Vielfalt, zu Blüten und damit zu Nektar und Pollen für Insekten.

Wenn die oberste Repräsentanz des Staates zu neuen Wegen bereit wäre, fällt es auch anderen leichter Schönheitsideale zu hinterfragen.

Die Frau Staatssekretärin hat das nun prüfen und uns eine Antwort zukommen lassen.

Die Grünflächen sind danach Teil des architektonischen Gesamtkonzeptes des Kanzleramtes und daher gibt es rechtliche Grenzen für eine Umgestaltung.  Heißt wahrscheinlich „Nein“.

Nun ja, eigentlich wollen wir keine komplette Umgestaltung, sondern eben nur ein „Zeichen“, über die Ausgestaltung lässt sich natürlich reden. Wir werden also noch einen Anlauf wagen!

Interessant ist aber zu hören, dass Insektenschutzmaßnahmen auch auf Flächen  der öffentlichen Hand, sprich Liegenschaften des Bundes stattfinden sollen. Das ist ein gutes Signal und hier sollte genauer nachgefragt werden.

Unterdessen wurde auch der Masterplan „Stadtnatur“ vorgelegt von Svenja Schulze beschlossen, der Städte und Kommunen bei Maßnahmen für mehr Arten- und Biotopvielfalt unterstützen soll.

Wir bleiben dran!
Anlage: Schreiben

 

Am 26.06.2019 um 09:33 schrieb Büro Rita Schwarzelühr:

 

Anlagen:

BSP3.061-A5/A4/A3-C-20190626094557

BSP3.061-A5/A4/A3-C-20190626094557

BSP3.061-A5/A4/A3-C-20190626094557

BSP3.061-A5/A4/A3-C-20190626094557




Vorzeigefläche Reesdorf

Vorzeigefläche Reesdorf

Vorzeigefläche

Vorzeigefläche

Es ist Sommer und oft sind wir nun mit der schönen Aufgabe beschäftigt, die Früchte unserer gemeinsamen Arbeit zu genießen.

Wir besuchen die neu entstandenen Blühflächen und freuen uns mit den „Machern“ am Summen und Brummen und an der farbigen Blütenfülle.

Private Fläche 1

Private Fläche 1

Ein besonderes Erlebnis war es dabei die 1000 m² große Blühfläche der Familie Schwericke aus Reesdorf zu besuchen. Die Wiese wurde im vorigen Jahr angelegt und hatte vor allem wegen der großen Trockenheit große Startschwierigkeiten. Es handelt sich um eine gebietsheimische Regio- Mischung mit hohem Wildblumenanteil.

Schwericke

Schwericke

Familie Schwericke empfängt uns mit ihren beiden Kleinkindern, die auf dem Hof immer mit dabei sind.

„Wir haben dann nochmal nachgesät“ sagt Kai Schwericke, Landschaftsplaner und Eigentümer eines Hofs in Reesdorf. „Aber das hier wollen wir Ihnen zeigen!“

„In diesem Jahr habe ich die Fläche Anfang April mit dem Freischneider gemäht“ sagt seine Frau …. “ aber dann wurde es mir zu viel und ich habe auf der Hälfte aufgehört“. Das Ergebnis der beiden so entstandenen Teilflächen könnte unterschiedlicher nicht ausfallen.

Private Fläche 2

Private Fläche 2

Wir sind echt beeindruckt.

„Das ist eine tolle Möglichkeit zum Vergleich, die hier zufällig entstanden ist“  freut sich Kerstin Pahl. Die gemähte Teilfläche ist fast doppelt so hoch und blüht viel üppiger.

Frau Schwericke hat Dank geeigneter Technik recht hoch gemäht und damit die jungen Rosetten geschont und vor allem Trockenes aus dem Vorjahr beseitigt. Unbedingt wichtig ist das Abräumen von der Fläche, da sonst die Jungpflanzen ersticken und zu viele Nährstoffe erhalten. Zum Schluss gibts von Lutz Pahl noch die Plakette und Fotos für die Dokumentation.

Mähwiesen wurden früher 2-3 mal im Jahr gemäht. Aber wie verhält sich das mit angelegten Blühflächen? Wir experimentieren dazu noch. Im 2.Jahr sollte Anfang des Jahres also unbedingt ein Schnitt erfolgen.




REFUGIUM in Beelitz-Heilstätten – vorbildlich

Übergabe der begehrten Plakette des Vereins Blühstreifen Beelitze.V.

Kompromiss bei der Grünflächenpflege in der Wohnanlage REFUGIUM in Beelitz- Heilstätten

20190708 Heilstätten 2

20190708 Heilstätten 2

Anfang Juli waren wir zu einem Abstimmungsgespräch bei Mietern in Beelitz-Heilstätten eingeladen. Ihr Wunsch war die Anlage einer blühenden Grünfläche in der Wohnanlage. Sie baten uns um Beratung und Unterstützung. Beim gemeinsamen Vorort-Termin stellten wir ein bereits bestehendes wahres Insektenparadies fest, dass wunschgemäß durch tolle blühende, heimische Wildpflanzen auffiel. An diesem sonnigen Tag wimmelte es hier nur so von Insekten, wie Schmetterlingen und Hummeln. Wir fanden z.B. Spitzwegerich, Flockenblume,

20190708 Heilstätten 3

20190708 Heilstätten 3

Wilde Möhre und Natternkopf, Nachtkerze, Wegwarte und Schafgarbe vor. Damit hat diese Fläche unsere Auszeichnungsplakette verdient, die hier überreicht wurde.

Eigentlich ist Zeit für die Grundstückspflege und so kam uns der Hausmeister direkt mit Rasenmäher und Co. entgegen.

20190708 Heilstätten 6

20190708 Heilstätten 6

Im gemeinsamen Gespräch mit Herrn Krause wurde dieser schön anzusehende Kompromiss erreicht. Mit dem Freischneider hat Herr Krause das Gras zwischen den Kräutern entfernt und die blühenden Stauden stehen lassen. Die Wege, die begangen werden müssen, wurden gemäht. Dafür aber auch eine Teilfläche gänzlich belassen. So wurden wichtige Nahrungsflächen für Insekten geschont. Denn gerade jetzt herrscht bei Hummeln und Co Nahrungsnot.

Unser Bild der wilden Blumen muss sich wieder wandeln. Vom ungeliebten Unkraut hin zur bunten Sommerwiese! Bitte zweimal überlegen, ob diese Blüte abgemäht werden muss. Jeder Quadratmeter zählt! Vielen Dank an Herrn Krause für sein offenes Ohr und seine Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Sprechen Sie Ihre Mitmenschen und Ihre Volksvertreter an! Damit es bald überall so aussieht, wie in Beelitz-Heilstätten. Grün sind trotz der Trockenheit die heimischen Wildpflanzen!

20190708 Heilstätten 7

20190708 Heilstätten 7

20190708 Heilstätten 11

20190708 Heilstätten 11

20190708 Heilstätten 10

20190708 Heilstätten 10

20190708 Heilstätten 8

20190708 Heilstätten 8

20190708 Heilstätten 5

20190708 Heilstätten 5

20190708 Heilstätten 9

20190708 Heilstätten 9

 

Kerstin Pahl

 

 

 




Blüh Wiese blüh! Neben dem Mietergarten

Sind im Garten!

Eröffnung der Saison im Gemeinschaftsgarten.

degewo Gartengruppe Eröffnung

degewo Gartengruppe Eröffnung

Ende Mai 2019  wurde vor dem Zukunftshaus in Lankwitz, Havensteinstraße 20 kräftig gefeiert und dabei im Innenhof ein weiteres Highlight der degewo präsentiert.

Aushang

Aushang

degewo Mietergarten

degewo Mietergarten

Die 10 Hochbeete der „essbaren Gärten“ wurden feierlich eröffnet und an die Mieter übergeben. Die Mieter haben die Beete in ihrer Obhut und die Bepflanzung ist so bunt, wie ihre Gemeinschaft.

Neben Erdbeeren, Bohnen und Radischen wachsen Blumen, Tomaten und Salat.

degewo Anfang Juni 3

degewo Anfang Juni 3

Umrahmt wird dieser wunderbare kleine Garten durch eine Wildblumenwiese, die zu dieser Zeit durch weiße Margeriten dominiert wurde.

„Ein Anblick, wie ich ihn aus meiner Kindheit kenne“ sagt Annett Biernath vom Quartiersmanagement und Mitinitiatorin der Wiese und weiter: „inmitten der Hochhäuser- kaum zu glauben!“

degewo Biernath und Fam.Pahl

degewo Biernath und Fam.Pahl

Die Wiese wurde genau vor einem Jahr im Mai 2018 angesät. „Die große Trockenheit ließ uns manchmal fast verzagen, dazu kamen Vogelfraß und Unkrautdruck“ so Laura Friedel vom Blühstreifenverein Beelitz e.V. und Mieterin.

Ihr Ehemann, Markus Wöhrmann hat des Öfteren zu Hacke und Eimer gegriffen und unerwünschte Beikräuter von der Fläche entfernt. „Die Mühe und vor allem die Geduld haben sich gelohnt, die Wiese blüht und wechselt sogar die Farbtöne.

20190709 degewo

20190709 degewo

Denn bis zum Herbst sollen sich die Blüten nach Farbaspekten ablösen und dienen damit Insekten und Schmetterlingen als Nahrungsquelle“ freut sich Kerstin Pahl vom Verein. Unterdessen ist es Juli und die Wiese hat der Trockenheit bisher ohne Bewässerung getrotzt.

 

 

Hintergrund:

Die degewo, größte landeseigene Wohnungsbaugesellschaft, erkennt das Potenzial ihrer eigenen Grünflächen, um einen aktiven Beitrag gegen das Insektensterben zu leisten. In einem Pilotprojekt wurde eine 600m² große Blühwiese in Berlin Lankwitz angelegt. Fachlich beraten wurde das Unternehmen vom Verein Blühstreifen Beelitz e.V. Die Aussaat erfolgte am 23.05.2018. Das Ziel ist es, Artenvielfalt und Biodiversität in der Stadt zu fördern. Zudem wird die Machbarkeit für weitere Flächen geprüft. Die degewo übernimmt damit eine Vorreiterrolle für die nachhaltige Stadtentwicklung und zeigt welches Potenzial in der Umnutzung von Rasenflächen liegt, um einen kostengünstigen Beitrag gegen das Insektensterben zu leisten.

Kerstin Pahl




Bericht von der Jahresveranstaltung 2019 : 3. Aktionstag Insektenschutz

 

Top

Top

Aktionstag Insektenschutz- gemeinsam Artenvielflat erhalten!

Auch in diesem Jahr hat der Verein Blühstreifen eine Jahresveranstaltung zum Thema „Insektensterben“ auf die Beine gestellt. Fast 100 Teilnehmer folgten am 2.6. der Einladung ins Naturschutzzentrum Glau, wo mit vielen Partnern ein buntes Familienprogramm geboten wurde. Die erste Infoveranstaltung gab es vor 3 Jahren in Buchholz, wo das Projekt und die Partner vorgestellt und auch die ersten Blühflächen demonstriert wurden.

Im vorigen Jahr gab es in Wittbrietzen hochkarätige Vorträge von der Hochschule Anhalt (Sandra Mann) zum Thema „Anlage und Pflege artenreicher Blühstreifen und -flächen mit gebietseigenen Wildpflanzen“ und vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie über die Ergebnisse der Wirkungsuntersuchungen der Blühflächenförderung mit Agrarumweltmaßnahmen in Sachsen. Am Nachmittag wurden Blühflächen sowie die Wildpflanzenvermehrung im Betrieb „Landgut Hennickendorf“ besichtigt.

Karin Rohr

Karin Rohr

In diesem Jahr nun begann die Veranstaltung sehr emotional mit der Ausstellungseröffnung von Karin Rohr „Gartenvielfalt – Artenvielfalt“. Die Ausstellung kann übrigens noch bis zum 31. 8. in Glau besichtigt werden. Kommen Sie gern auch zur Finissage nach Glau.

Stände 1

Stände 1

Ganz im Zeichen der Verwendung von Wildpflanzen stand der Nachmittag bei Kochen mit Wildkräutern (Astrid Buzin) oder bei der Wollwerkstatt von Kathleen Dahl. Sie färbte Seidentücher mit Krapp und Wiesenkerbel in den Farben rot bzw. kräftig gelb ein.

Gut besucht war die Mit-mach-Werkstatt des Vereins Lauter Leben Kultur e.V. beim Bau von Insektennisthilfen aus Büchsen, beim Samenkugeln kneten oder auch gleich nebenan der Filzstand. Jenny Friedel zeigte uns, wie man bunte Hummeln und Bienen aus Wollle filzen kann.

20190602 Biene

20190602 Biene

20190602 Filzen

20190602 Filzen

„Warum jeder Quadratmeter heimischer Wildpflanzen“ zählt, erläuterte Ariane Hofmann in ihrem informativen Vortrag im Seminarraum. Mit dabei war z.B. auch Dr. Lothar Adam mit Fachinformationen zu Alten Nutzpflanzen.

Insgesamt verbrachten die Teilnehmer einen kunterbunten Nachmittag bei herrlichem Wetter. Viele Menschen wurden auf diese Weise motiviert, selbst im eigenen Garten einiges umzustellen für mehr Artenvielfalt.

Manchmal ist es ganz einfach – z.B. durch das Liegenlassen von Totholz kann man Unterschlupf und Lebensraum für Insekten schaffen, genauso wie durch das bewusste Stehen lassen wilder Ecken. Bienenfreundliche Pflanzen konnte man gleich mitnehmen und wertvolle Hilfe vom Verein „Naturgarten“ erhalten. Wer nicht viel Platz im Garten hat, bekam Anregungen für einen bienenfreundlichen Balkonkasten. Es müssen nicht immer Pelargonien sein! – Denn diese sind für nektar- und pollensuchende heimische Insekten, Bienen und Schmetterlinge wertlos.

Wir danken all unseren Partnern für die tatkräftige Unterstützung! Wenn Sie selbst mal eine Blühfläche im Garten anlegen möchten, melden Sie sich gern.

Auch in diesem Jahr gibt es neue mehrjährige Blühflächen in unserer Region. Mit fast 70 ha Wildpflanzenflächen leisten wir zusammen einen tollen Beitrag für mehr Biodiversität in der Landschaft. Unser Projekt nimmt weiter Fahrt auf. Es handelt sich ausschließlich um mehrjährige Flächen, angesät mit gebietsheimischem Regiosaatgut zum Schutz unserer heimischen Wildbienen und Hummeln. Die Blühzeit ist vom Frühjahr bis zum Herbst, Dünger und Pestizide werden hier nicht verwendet. Blühflächenführungen gibt es wieder am 29.6.2019.

Alle Termine finden Sie unter www.bluehstreifen-beelitz.de

 

Alle Fotos:  www.enrico.roehner.eu

 

Kerstin Pahl

Blühstreifen Beelitz e.V.

Foot

Foot

 

Führung LFV Andrea Luettger

Stände 1

Stände 1

Naturpark Nuthe – Nieplitz

Stand Naturpark Nuthe-Nieplitz, Stand Natur-Memo Astid Buzin

Vortrag Ariane Hofmann

Vortrag Ariane Hofmann

Karin Rohr

Karin Rohr

2.Vorsitzende des LFV Elisabeth Schoedter und Kerstin Pahl




Jahresveranstaltung 2019 : 3. Aktionstag Insektenschutz

Einladung zur: Jahresveranstaltung:

3. Aktionstag Insektenschutz – Gemeinsam Artenvielfalt erhalten


am 02.06.2019, um 13 Uhr



Diesmal: Ein buntes Familienprogramm


…mit vielen Anregungen, zur Motivation, einem Wettbewerb zum Mitmachen, Vernetzung.
Wir geben Tipps bei Führungen auf den neu angelegten Blühstreifen der Glauer Felder
und beraten und diskutieren in Kurzvorträgen und Workshops drinnen und draußen!


· Eröffnung der Ausstellung „Gartenvielfalt- Artenvielfalt” und
„Was sind Blühstreifen?”


· Was kann jeder Einzelne für mehr Artenschutz tun?


· Wildpflanzen als Nutzpflanzen – es lohnt, sich mit ihnen zu beschäfigen,
z. B. zur Nahrungsergänzung in der Küche und zum Färben von Wolle
und Stoffen


· Mitmachen beim Filzen und Färben


· Was ist eigentlich ein Natur-Memo?


· Insektenhotels – aber richtig! Wir geben Hinweise für Groß und Klein und
wie man ganz einfach wirkungsvolle Nisthilfen für zu Hause bauen kann


· Diskussion und Austausch für alle Interessierten


Eine Veranstaltung mit unseren Partnern vom Naturparkzentrum, Landschafs-Förderverein
Nuthe-Nieplitz-Niederung e. V., Verein Lauter Leben e.V, Naturwacht, Verein VERN e. V., Hortus Terrigenus e. V., Verein Naturgarten e. V., Verein Alte Nutzpflanzen e. V., DLV, Naturpark NutheNieplitz, Netzwerk Blühende Landschaf und weitere


Was Sie wissen müssen:


Eingeladen sind alle Interessierte, regionale Akteure und Netzwerker, Beteiligte, Partner und
Unterstützer des Vereins Blühstreifen Beelitz e. V., Imker und Landwirte, weitere Unternehmen,
Verantwortliche aus Politik, Gemeinden und Kommunen. Die Teilnahme ist kostenlos.


Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Treffpunkt am 2. Juni 2019 um 13.00 Uhr
NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal
Glauer Tal 1, 14959 Trebbin OT Blankensee


www.bluehstreifen-beelitz.de

Download des Einladungsflyers hier




Volksbegehren in Bayern und Vortrag in Ahrensfelde

Blühstreifen Schriftzug ganz

Blühstreifen Schriftzug ganz

Neues von Blühstreifen Beelitz e.V.

Zu Besuch in Ahrensfelde

 

Anfang März waren wir zu Besuch in Ahrensfelde, nördlich von Berlin. Der dortige Bürgermeister Herr Gehrke  hatte zur Vorstellung unseres Vereins in seine Gemeinde geladen und bat uns, den Einwohnern Tipps und Hinweise zu geben, wie ihr Ort blütenreicher werden kann.

20190302 Ahrensfelde Vortrag

20190302 Ahrensfelde Vortrag

Fast 70 Einwohner  waren seiner Einladung gefolgt. Sie alle interessierten sich für die Anlage von Blühflächen oder anderen Möglichkeiten zum Insektenschutz im eigenen Garten.  40.000 Euro sind in Ahrensfelde in diesem Jahr für den Insektenschutz in den Haushalt eingestellt. Noch sind wir in Beelitz die Nummer 1!! Aber andere ziehen mit ganz großen Schritten nach.

20180422 Beelitz Clara Zetkin Strasse

20180422 Beelitz Clara Zetkin Strasse

Was hat das Volksbegehren in Bayern mit uns zu tun?

In Bayern gab es das erfolgreichste Volksbegehren überhaupt. Knapp 1,8 Mio Menschen wünschen  sich wirksame Schritte für mehr Artenvielfalt.

Zum Thema Blühwiesen heißt es hier:

„Mindestens 10% der Naturflächen müssen in Blühwiesen umgewandelt werden!
Aber, es blüht doch alles im Sommer, oder? Ja, aber meistens blüht es nicht durchgehend und oft sind es nicht die benötigten Futterquellen, also heimische Pflanzen. Bienen und andere Bestäuber sind aber auf Vielfalt und Durchgängigkeit angewiesen. Eine Rapsmonokultur und zu satte Wiesen, auf denen fast nur noch der Löwenzahn blüht, sind kein gedeckter Tisch. Durch zu frühes und häufiges Mähen entstehen für die Insekten immer wieder Hungerperioden. Zuerst verhungern die Insekten, dann die Vögel, weil ihre Hauptnahrung, die Insekten, schon tot sind.“

Schwarze Holzbiene in Buchholz von den Kindern der Kita in der örtlichen Blühfläche enddeckt

Schwarze Holzbiene in Buchholz von den Kindern der Kita in der örtlichen Blühfläche enddeckt

In Bayern folgen nun runde Tische und Brandenburg zieht nach.

Ohne die Landwirte geht es nicht

Wir sind sehr froh, dass wir in unserer Region mit unseren Landwirten an einem Strang ziehen. Wir sollten uns hier nicht auseinander dividieren lassen. Denn auch Landwirte sind für Artenvielfalt! Artenvielfalt und ein intaktes Ökosystem  bilden die Grundlage für ihre Flächennutzung.  Somit ist es zumindest unverständlich, wenn es in der Presse heißt: „Widerliche Hetze gegen die Landwirte“. Wir erleben das anders.  Wir sollten durch unsere Zusammenarbeit weiterhin ein Zeichen setzen.

Blühstreifen Beelitz nun auch im Landkreis Teltow-Fläming

Zusagen gibt es 2019 für die Anlage von 60 ha durch den Spargelhof Klaistow. Davon  wird der Betrieb weitere 10 ha mehrjährige Flächen für Wildbienen anlegen. Weitere  10 ha mehrjährige Wildblumenflächen entstehen auch durch das Landgut Hennickendorf in den Gemarkungen Nettgendorf, Dobbrikow und Gottsdorf. Weitere Anfragen befinden sich bei uns noch in Bearbeitung.

Brachen und Feldraine

Um es gleich vorweg zu nehmen: den größten Wert besitzen Brachen, das sind Flächen die über Jahre oder Jahrzehnte mit heimischen Pflanzen bewachsen sind und selten gestört werden. Mitte der 90 iger Jahre gab es hier umfassende Förderungen und in der Folge die höchste Artenvielfalt im Lande! Brachen waren ausreichend groß und Insekten und Vögel konnten sich dauerhaft ansiedeln.

Feldraine gehen stark zurück. Selten gemäht könnten auch sie ein Nahrungsnetz für Insekten bilden.

Warum wünschen wir uns mehrjährige Blühflächen?

Die allermeisten Wildbienen-Arten nisten  im Boden. Bei  Flächenumbruch treten also regelmäßig Störungen der Nester  auf.

Aber auch bei der Nahrungsversorgung  bieten einjährige Mischungen wenig.  Sie beinhalten oft nur 6-12 Kulturarten, ohne  Wildpflanzen, die aber spezialisierte Insekten benötigen. Kulturpflanzen sind  oft nicht heimisch und stammen zum Teil sogar aus Übersee.

Einjährige Mischungen nutzen also nur wenigen Arten.

Mehrjährige Mischungen bestehen  zum überwiegenden Teil aus bis zu 40 Wildpflanzenarten und berücksichtigen durch die Bodenruhe auch Nistplätze von Insekten.

Dennoch sind auch einjährige Anlagen ein Anfang und ein Kompromiss. Denn unterdessen geht es besonders auch um das Fehlen von reiner Insektenmasse, die Nahrung für weitere Tierarten liefert. Bereits ein einzelner Hornissenstaat benötigt ein halbes Kilo Insektennahrung pro Tag! Ein Staat besteht aus 300 – 400 Tieren.  Aber auch Vögel haben Hunger!

Kerstin Pahl

P.S.: www.bluehstreifen-beelitz.de Anfragen unter info@bluehstreifen-beelitz.de

Spendenkonto: DE21100900003364843037 bitte mit Adresse für die Spendenquittung

Blühst schriftzug

Blühst schriftzug

 




Weidenflechten 2019

Nachdem wir im Frühling 2016 zusammen mit dem www.Buchholzer-Dorfverein.de in einem Schnupperkurs begonnen haben, uns mit dem Flechten von Weidenruten auszuprobieren, ist nun auch wieder für 2019 ein Kurs vorgesehen, an dem wir uns an mehreren Nachmittagen weiter mit dieser alten Handwerkstechnik beschäftigen wollen.

Nun ist es soweit!

Die Termine 2019 sind: 24.Feburar, 3.März, 10.März, 17.März.

Wir treffen uns jeweils um 14.00 Uhr im Essensraum des Campingplatzes Gartenidylle in   der Dorfstraße 4 in 14547 Buchholz.  http://www.landurlaub-siebach.de/Anfahrt/

Wer in den letzten Jahren bereits dabei war, wird sich erinnern, dass jeder ein scharfes Messer, eine Gartenschere, einen Hammer, eine Ahle oder einen Schraubenzieher für die Arbeit benötigt. Dies bitte mitbringen! Verschiedene Holzbretter mit Bohrungen sind je nach Arbeitswunsch (z.B. Zäune, Gartenfiguren) erforderlich und nur teilweise vorhanden.

Bitte dran denken: All diese Werkzeuge helfen bei der Arbeit.

Aber es soll nicht nur gearbeitet werden. Für ein gemeinsames Kaffeetrinken können gerne (im Wechsel) Kuchen oder andere Leckereien mitgebracht werden. Kaffee ist vorhanden.

 

Die Kurse finden zusammen mit der Wildkräuterkiste statt.




Weidenschneiden 2019 save the date

Am Samstag, 9.2.2019 treffen wir uns in Frankenfelde an der Strasse nach Gottsdorf zum Weidenschneiden. Hier lernen wir warum, wieso, wesshalb und vor Allem wie!

Ihr seid herzliche eingeladen.

Der „Kurs“ ist kostenlos.

Weitere Infos auf unserer website

Download der Einladung hier:

 




So wird 2019

So wird 2019!

 

Zunächst möchten wir uns für die zahlreiche Unterstützung und Ihre Spende herzlich bedanken! Auch 2019 haben wir wieder Vieles vor und hoffen auf Ihr erneutes Vertrauen.

  1. Landwirte unterstützen uns im Bemühen um mehr Strukturvielfalt

 

Wir setzen uns im politischen Raum weiter für eine Förderung der Blühflächen ein. Bis es jedoch soweit ist, hoffen wir, dass Landwirte weiter mit uns zusammen arbeiten und Flächen zur Verfügung stellen. Für die Anlage von Wildpflanzenflächen für mehr Bestäuber, Bienen, Schmetterlinge und Co  stellen wir das Saatgut und unterstützen bei der Ansaat und Pflege. 2019 möchten wir die 50 ha Marke erreichen!

Wir sorgen für eine aktive Öffentlichkeitsarbeit.

 

  1. Eigentümer gesucht

 

Wir suchen Eigentümer, die Flächen für Blühstreifen oder -flächen zur Verfügung stellen. Auch wenn Sie Ihre Flächen verpachtet haben, sprechen Sie uns an. Vielleicht finden wir einen gemeinsamen Weg mit den Pächtern für mehr Bienen und andere Bestäuber. Auch Randstreifen von wenigen Metern können helfen.

 

 

  1. Unser Wettbewerb für Bürger*innen geht weiter

 

Wenn Sie auf Ihrem Grundstück mehr als 10 qm Wildwiese anlegen, erhalten Sie das Saatgut und unsere begehrte Plakette „Wir tun etwas für Bienen & Schmetterlinge“ für den Gartenzaun. Wenn alle Plaketten verteilt sind, gibt es eine Prämierung!

 

  1. Insekten machen Schule

 

Unser neues Projekt richtet sich an Schulen und Horts. Für 10 qm Anlage einer Wildwiese auf dem Schulgelände erhalten Schulen Saatgut, eine Anleitung für Schüler sowie Lehrer und Arbeitsblätter für die Beobachtung der Ergebnisse! Im Mai geht’s los!

 

  1. Unsere Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Blühende Landschaft geht weiter!

 

Wir sind Teil eines deutschlandweiten Netzwerkes, erhalten fachkundigen Rat und gebietsheimisches Regio-Saatgut, welches wir weitergeben können. Namhafte Sponsoren, wie Aldi Süd, Hipp, Greenpeace-Magazin, Wildcorn, oder Sonnentracht berichten ihrerseits über unsere Blüten-Region.

 

  1. Wie viele und welche Vögel finden hier Nahrung?

 

Nun möchten wir aber auch mal wissen, was sich konkret für mehr Artenvielfalt verbessert hat. Daher soll ein Vogelmonitoring  auf den Flächen installiert werden.

 

  1. Insektenlebensräume in der Agrarlandschaft schaffen

 

Neben der Nahrung, die aus Nektar und Pollen der Blüten besteht, benötigen Insekten auch Überwinterungsstätten. Daher setzen wir uns gleichermaßen dafür ein, weitere Lebensräume zu schaffen. Dazu gehören z.B. Bäume pflanzen, Hecken anlegen oder Feldraine erhalten. Wichtig ist, dass die Wildpflanzen entlang der Wege und Gräben zur Blüte kommen. Dann sollte die abschnittsweise Mahd erfolgen. Feldraine bitte nur 1-2 mal pro Jahr mähen.

 

  1. Spargel und Blüten

Für das Thema Blüten in Vorbereitung der LAGA 2022 stehen wir mit einigen Ideen bereit. Blühwelle, Wildpflanzenvermehrung und Wildpflanzendörfer sind hier nur einige Schlagworte. Um die Wertigkeit wilder blühender Pflanzen als Lebensgrundlage wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken, suchen wir Dörfer, die sich für „Ihre“ Wildpflanze engagieren wollen. So werden Sie Teil eines touristischen Gesamtkonzepts, dass vielleicht Teil der LAGA werden könnte. Ihr Dorf wird durch blühende Blumen aufgewertet. Wir beraten Sie gern.

  1. Lichtverschmutzung ist ein Thema!

Eine bedeutende Gefahrenquelle, die auch für den Rückgang der Insekten eine Rolle spielt, sind nächtliche Lichtquellen. Einen Staubsaugereffekt können falsche Leuchtmittel und falsche Beleuchtungswinkel entfalten. Wir berichten darüber.

 

  1. Wir arbeiten weiter am Naturlehrpfad in Buchholz

Und bieten wieder Führungen an, bei denen Sie sich die Ergebnisse ansehen und all Ihre Fragen zum Thema beantwortet bekommen können.

 

  1. Uns bewegt das Thema „Nachhaltigkeit“

Daher planen wir eine Aktion zum Thema Verpackungsmüll aus Plastik und suchen auch dafür Partner! In diesem Zusammenhang können wir berichten, dass Glastrinkhalme in Beelitz auf dem Vormarsch sind, machen Sie mit! Sprechen Sie uns an.

Kerstin Pahl

Verein Blühstreifen Beelitz e.V.

Blühst schriftzug rechts

Blühstreifenschriftzug rechts




Das war UNSER 2018

2018

Auch 2018 gab es wieder zahlreiche Aktivitäten des Vereins

 

Januar – Netzwerk erweitern

Am Anfang des Jahres stand vor allem die Netzwerkarbeit im Vordergrund, so war der Verein z.B. bei den Neujahrempfängen des Landes Brandenburg, von  BUND und NABU sowie der Stadt  Beelitz vertreten.

Februar – Weiden schneiden

Außerdem gab es  2 Aktionen zum Kopfweiden-Schneiden an alten seltenen Bäumen im Naturpark und das beliebte Körbe-Flechten aus Weidenruten an 5 Terminen. Weidenruten  wurden außerdem für ein Weidentipi für eine Kita in Berlin Steglitz bereitgestellt.

März – Zusammenarbeit mit Landwirten

Es folgten zahlreiche Abstimmungen mit Spargelbauern, Landwirten aus der Region und auch mit Privatpersonen. Im Ergebnis konnten 2018 mehr als 35 ha Blühflächen angelegt werden. Alle Flächen wurden mit Info- und Hinweisschildern bestückt.

April – Vereinbarung Spargelverein

Im April wurde die Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit den Spargelbetrieben des Beelitzer Spargelvereins beschlossen und öffentlich verkündet.

Mit den Betrieben Spargelhof Falkenthal und Jakobs wurde die gemeinsame Eröffnung der Spargelsaison 2018 vorbereitet und durchgeführt.  Der Verein war mit Ständen in Glau bei „Wilde Ostern“, in Schlunkendorf zur Eröffnung der Spargelsaison vertreten. Über die Zusammenarbeit mit dem Spargelhof Syring berichtete der RBB im April.

Die Zusammenarbeit mit der HVHS Seddin sowie der Gemeinde Nuthe-Urstromtal konnte begonnen werden, Vorträge in einigen Ortsteilen und der Ortsvorstehersitzung der Gemeinde folgten. Die ersten Flächen sind unterdessen angelegt. Kemnitz und Ruhlsdorf bieten innerörtlich schöne Bestände der Grasnelke.

Wildpflanzendorf

Wir wollen erreichen, dass diese Wildpflanzen regelmäßig zur Blüte kommen dürfen und damit nicht nur das Ortsbild verschönern, sondern dass die Dörfer diese Chance als Alleinstellungsmerkmal für Naturtourismus nutzen. Wir arbeiten daran, „Grasnelkendörfer“ zu vermitteln. Gleiches gilt für den Wiesensalbei oder andere Wildpflanzen, wie die Wilde Möhre, deren Akzeptanz auf diese Art und Weise erhöht werden soll.

Mai – Wildpflanzenvermehrung

In diesem Jahr erfolgte die Zusammenarbeit mit Nagola Re in der Saatgutvermehrung.  Der Betrieb Landgut  Hennickendorf unternahm hier mit uns zusammen Versuche. Gemeinsam wurden die Flächen unterhalten.

Vertreten waren wir bei der Landpartie in Dobbrikow zusammen mit dem Landgut Hennickendorf sowie in Buchholz beim Fest der Blasmusik. Auch beim Umzug zum Spargelfest präsentierte sich unser Verein zusammen mit den Buchholzer Nachbarn.

Abstimmungen gab es mit der Stadt Beelitz hinsichtlich der Renaturierung der Nieplitz  (Blühwelle) sowie dem LfU. Zahlreiche Abstimmungsberatungen führten uns nach Klaistow in den Betrieb Buschmann-Winkelmann, der uns wieder umfangreich unterstützt hat. Neben zahlreichen Blühflächen stellte der Betrieb auch einen 20 m Grünlandstreifen zur Verfügung , der  ganzjährig stehen bleibt.

Erste Fläche mit der degewo in Berlin-Lankwitz angelegt!

In Berlin wurde zusammen mit Mietern und einer Kita sowie der Wohnungsbaugesellschaft  degewo eine Musterfläche angelegt, sowie die Insektenstrategie des Landes Berlin mitgestaltet.

In Berlin erfolgte die Vernetzung zur Stiftung Mensch Umwelt mit dem Projekt „Deutschland summt“.

Juni – Öffentlichkeitsarbeit

Abstimmungsberatungen gab es auch wieder mit der Naturparkverwaltung und Aktionen mit der Naturwacht. Vorträge, Zeitungsartikel in MAZ, Blickpunkt und Wochenspiegel, ein Beitrag in RBB und Greenpeace-Magazin sowie zahlreiche Berichte in den Beelitzer Nachrichten und dem Amtsblatt der Gemeinde Nuthe-Urstromtal  gehörten genauso zu unserer Öffentlichkeitsarbeit wie die Pflege unserer Internetseite. In 2018 wurde unsere Ausstellung zu Blühwiesen konzipiert und bereits mehrfach auf Reisen geschickt.

Unsere Jahresveranstaltung erfolgte diesmal am 30.6.in Wittbrietzen. Vorträge von Sandra Mann von der Hochschule Anhalt und vom Sächsischen Landesamt zum Thema Wirkanalyse wurden organisiert. Die Ausstellung von Karin Rohr „Gartenvielfalt-Artenvielfalt“ sowie unsere eigene Ausstellung „Was sind Blühstreifen“ rundeten die Veranstaltung ab.  Im Anschluss erfolgte eine Exkursion zu Blühflächen und Saatgutvermehrungsflächen.

Im Naturpark arbeiten wir mit dem LFV NNN eng zusammen, Steinkauz-Niströhren wurden in Buchholz ausgebracht, eine Masterarbeit zum Thema Wolfsichere Zäunung betreut, Obstschnittseminare belegt und Fachveranstaltungen besucht.

Juli – Netzwerk Blühende Landschaft

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Blühende Landschaft konnte fortgeführt werden. In diesem Rahmen erhielten wir  Saatgut und Infomaterial.  Sponsorengelder kamen auf diese Art in unsere Region durch Aldi Süd, Hipp, Wildcorn GmbH, Sonnentracht und Greenpeace-Magazin. Für Spenden in Form von Saatgut bedanken wir uns zusätzlich bei der Wildtierstiftung Hamburg.

Blühflächenbegehungen erfolgten rund um Buchholz.

August – Aufbau eines Insektenhotels

Für den Aufbau eines Insektenhotels in Buchholz wurden Fördermittel über die RL Gesunde Umwelt beantragt.  Die feierliche Eröffnung des Insektenhotels erfolgte im September.

Gemeinsame Aktionen gab es beim Aufbau, bei der Bestückung und Gestaltung des Insektenhotels. Mit den Kindern der Kita Storchennest wurden “Büchsen-Nisthilfen“ gefertigt.

Zusammen mit einer Studentin der HNE wurde ein Naturlehrpfad entlang der Blühflächen und anderen Landschaftselementen konzipiert. Abstimmungen erfolgten u.a. in einer Einwohnerversammlung.

September – Preisverleihung

Im September veranstalteten wir einen Workshop in Reetz sowie  eine Blühflächenbefahrung zusammen mit der HVHS Seddin für Kommunen.

Der Verein wurde für den Nachbarschaftspreis nominiert, erhielt im September durch Minister Vogelsänger in feierlicher Übergabe den Naturschutzpreises 2018  des Landes Brandenburg sowie den 2. Platz des Agenda 21 Nachhaltigkeitspreises des Landkreises Potsdam- Mittelmark.

Eine Einladung erreichte uns zum Ehrenamtsempfang des Landes Brandenburg im Dezember in die Staatskanzlei.

Oktober – Herbstaussaat

Nach dem Dürresommer gingen wir zur „Herbstaussaat“ über. Saatguthersteller richten sich darauf ein. Leider regnet es auch im Herbst nicht–.

Kerstin Pahl

Vorsitzende Verein Blühstreifen Beelitz e.V.

Blühst schriftzug rechts

Blühst schriftzug rechts




Danke für die Zusammenarbeit in 2018

Und Dank für die Spenden, die unser Konto erreicht haben.

Wir bitten alle diejenigen Spender, die eine Spendenbescheinigung benötigen, uns möglichst noch in diesem Jahr ihre Postadresse zu mailen, damit wir die Spendenbescheinigung versenden können.

Auch freuen wir uns über Spenden auf unser Konto:

DE21 1009 0000 3364 8430 37

bei der Berliner Volksbank.

Kontoinhaber Blühstreifen Beelitz e.V.

Wir wünschen allen Mitstreitern ein gesegnetes und geruhsames Weihnachtsfest und ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr mit guter Zusammenarbeit im Bemühen für eine bessere Umwelt.

Weiter gutes Vernetzen!




Glasstrohhalme helfen gegen Plastikmüll

1 zu 0! Italien führt!

(Der „Videobeweis“ zeigte ein Unentschieden!)

Die Brüder vom italienischen Restaurant „Due Fratelli“ für mehr Nachhaltigkeit, ebenso, wie „Lokal Genial“

Die besten Cocktails gibt’s auf der Sonnenterrasse bei unserem neuen italienischen Restaurant in Beelitz. Z.B. Aperol Spritz, ein typisch italienisches Sommergetränk – längst hat es auch bei uns Einzug gehalten und wo schmeckt es besser als zum Sonnenuntergang hier bei den „Due Fratellis“? Und zwingend dazu gehört nicht nur die Orangenscheibe mit Pfefferminzblatt, sondern eben auch ein Strohhalm. Der Genuss ist Dank der Trinkverzögerung mittels Strohhalm halt noch größer und währt länger. Nur dumm, dass dieser Strohhalm nicht aus Stroh besteht, sondern aus Plastik. 3 Milliarden Plastiktrinkhalme werden weltweit täglich weggeworfen.

Nico mit Glasstrohhalm

Nico mit Glasstrohhalm

Vergessen wir also das Problem für heute Abend im Sonnenuntergang oder gibt es eine gute Alternative? Denn: alles Plastik landet irgendwann im Meer, es wird nicht nur für Meereslebewesen zum immer größeren Problem, sondern wurde nun auch im menschlichen Darm nachgewiesen. Nach einmaligem Gebrauch heute Abend auf der Sonnenterrasse im Sonnenuntergang landet das Plastikteil …. irgendwo. Wir Menschen sind ebenfalls Teil der Nahrungskette und wissen nicht einmal, welche Schäden nach und nach für uns folgen können.

Plastik baut sich sehr schwer ab und zerfällt in langen Prozessen zu Mikroplastik, damit ist es aber immer noch nicht weg. Dieser schöne, billige und funktionale Stoff ist also Fluch und Segen. Wenn wir Verantwortung für unsere Erde übernehmen und nachhaltig handeln wollen, führt der Weg am Plastikeinsparen also nicht vorbei. Eine Initiative der EU zum Verbot von Einwegbesteck, Trinkhalmen und Q-tips geht dabei in die richtige Richtung.

Die beiden Brüder vom „Due Fratelli“ sind nicht nur eine tolle Bereicherung des Beelitzer Stadtlebens mit leckeren Gerichten und einem großartigen Service, sie haben auch beim Thema Nachhaltigkeit die Nase vorn. Zusammen mit dem Verein Blühstreifen Beelitz e.V. setzen sie nun als ERSTES Beelitzer Restaurant auf edle Glas- statt Plastiktrinkhalme. (Wie gesagt, der „Videobeweis“! Später stellte sich heraus, dass auch „Lokal Genial“ auf Glasstrohhalme gesetzt hatte!)

Für so viel Innovation beim Thema Nachhaltigkeit gibt’s von uns die beliebte Plakette „Wir tun etwas für Bienen und Schmetterlinge“. Denn außerdem verbessern eine Kräuterspirale, ein Insektenhotel, und begrünte Wände die Lebensbedingungen für unsere stark im Rückgang begriffenen Insekten. Zusätzlich gab‘s das Versprechen, im nächsten Jahr einen Teil der Rasenfläche zur Blühwiese umzugestalten.

Es gibt sie, die Alternativen, die tatsächlich auch gut sind. Glas- oder Edelstahlhalme können mehrfach verwendet werden, kommen einfach in die Spülmaschine, sind haltbar und umweltfreundlich. Und sie sehen einfach edel aus! Wer mag, bekommt sogar eine kleine Bürste dazu.

Die Berliner Start Up- Firma HALM.co/de hatte die Idee, vertreibt nun verschiedene Ausführungen der Halme aus Glas und freut sich auf neue Kunden. Das unterstützen wir gern. Man kann sich auch eine Gravur für seine Trinkhalme anfertigen lassen.

Der Verein Blühstreifen e.V. bemüht sich darum, den Blick im Alltag zu schärfen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wo wir alle „etwas tun“ können. Sprechen Sie uns gerne an: info@bluehstreifen-beelitz.de.

Kerstin Pahl