Buntes Gewerbe in Beelitz

Bunt, insektenfreundlich und vielfach summend, so präsentieren sich die Hänge an der B2, der Umgehungsstraße um Beelitz. Nun werden sich weitere Flächen daran anschließen, denn, als erstes Beelitzer Unternehmen hat Familie Lietz vom Renault-Autohaus Schneider an der B2 eine hochwertige Blühfläche angelegt und damit ihr Firmengelände insektenfreundlich umgestaltet.

Mohn auf den Feldern
Mohn auf den Feldern

„Es hat mich sehr beeindruckt und auch traurig gemacht, dass es immer weniger Insekten gibt. 80% weniger sollen es in den letzten 30 Jahren sein, und hier fällt auf dass es kaum noch Schmetterlinge gibt.“ sagt Sylke Lietz.

Blühfläche neben der Werkstatt
Blühfläche neben der Werkstatt

Nachdem in Zusammenarbeit mit dem Verein Blühstreifen Beelitz e.V. vor 2 Jahren eine erste kleine Fläche rechts vom Verkaufsraum entstand, gehen die Lietzens nun in die Vollen. Für 400 qm an zentraler, repräsentativer Stelle hat der Verein Blühsteifen Beelitz Saatgut zur Verfügung gestellt, und ein renommiertes Treuenbrietzener  GALA-BAU-Unternehmen hat die Arbeiten ausgeführt. Denn die bestehenden Graswurzeln müssen vollständig beseitigt werden. Diese sind konkurrenzstärker und behindern so die noch zarten Keimlinge der wilden Kräuter im Wachstum. Es wurde also nicht nur gefräst, sondern zusätzlich auch vorher gepflügt, geglättet und gewässert.

Über 40 einheimische Wildpflanzenarten wurden in einer speziell zusammengestellten Beelitzer Mischung eingebracht. Die meisten Arten sind mehrjährig, d.h., sie blühen erst im 2. Standjahr. Wer will schon zwei Jahre warten? Deshalb wurden der Mischung auch Kulturpflanzen beigefügt, die schon bald nach der Saat für Blütenfülle sorgen werden.

Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Saat und die Jungpflanzen im ersten Jahr ausreichend gewässert werden müssen. Auch Vogelfraß und unerwünschte Kräuter muss man im Blick behalten.

Ab dem 2. Jahr spart man erheblich bei Bewässerung sowie Pflege und hat dennoch ein ansprechendes Gesamtbild.

so wird sie einmal aussehen
so wird sie einmal aussehen

„Wir müssen umdenken und das gewohnte Bild der kurzgeschorenen Rasenflächen mit dem wir aufgewachsen sind überdenken„ findet Sylke Lietz. „Unterdessen mag ich die wilden Blumen sehr und freue mich, wenn es hier dann blüht, summt und brummt. Seit ich weiß wie schwer es Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge haben, und wie schlecht es auch um unsere heimische Natur bestellt ist, möchte ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten engagieren.“

Kerstin Pahl




Klotzbeuten bezugsfertig

Auch die Klotzbeuten aus unserem Bienenbeutenworkshop sind ihrer Bestimmung übergeben worden. Am Ortsausgang von Buchholz, neben der Steinkauzvoliere sind sie zu besichtigen. Unsere Beelitzer ImkerInnen werden sie mit Bienen besetzen und sich um die Tiere kümmern.

Eine Klotzbeute oder auch Klotzstülper ist eine künstliche, vom Menschen hergestellte Bienenbehausung, die aus einem ausgehöhlten Baumstamm besteht. Klotzbeuten gehören zu den ältesten künstlichen und transportablen Bienenwohnungen. Sie markieren den Übergang zur planmäßigen Bienenhaltung, der Imkerei.




Gründach übergeben

Unser Gründachprojekt ist nun abgeschlossen, und die Übergabe an den Ortsbeirat von Reesdorf fand statt. In einer letzten Aktion fand die Bepflanzung mit Sedum statt und Wildpflanzensamen wurden gesät. Totholz und Feldsteine geben Struktur als zusätzliche Lebensräume, Marc Rosenthal aus Schäpe half uns bei unserem kleinen Filmprojekt zu dem Thema, das Ergebnis ist sehr sehenswert und unter https://youtu.be/9uAGiQ-lHCY zu bewundern.




Panoramarundweg in Beelitz- wie weiter?

Auch in Beelitz gibt es Bestrebungen vom Landwirt Gerhard Jochen, den Panoramarundweg noch attraktiver zu gestalten. Ein erstes Treffen organisierte er im Mai mit dem Ortsbeirat Beelitz, hier Jaqueline Borrmann und Kirsten Schäfer, die den Weg gut kennt. Auch auf dem Arbeitsplan des Umweltausschusses steht das Thema. In einem Projektvorschlag des Vereins sollen, im Sinne des Naturschutzes neben den bestehenden sogenannten Kinderbäumen und dem Feldlerchengebiet, Wegeflurstücke vermessen werden, um weitere aufwertende Maßnahmen, wie blühende Wegränder und Hecken zuzulassen. Eine Vorstellung im Ortsbeirat Beelitz ist im Juni 2020 geplant.




Tag der Nachbar*Innen

Am 29.5. wird deutschlandweit der Tag der Nachbar/innen begangen, der von der Nachbarschaftsstiftung gefördert wird. Der Bundespräsident hat in Berlin die Initiative besucht. Nachbar*Innen lernen sich in gemeinsamen Aktionen besser kennen, helfen einander und unterstützen sich gegenseitig.

Wir haben zum Tag der Nachbarn einen Schmetterling ins Spargelland gezaubert und mit einer Familienwanderung einen magischen Nachmittag erlebt, mit Gaukelei und einer poetischen Performance des Zirkus Pan Panazeh.

Alle Buchholzer Familien waren eingeladen, den geplanten Lehrpfad über 5 km mit Abstand (wegen Corona) zu gehen. Der Weg war nur in einer Richtung festgelegt, so dass keine Begegnungen stattfinden konnten. Alle reisten ohne Auto an, kamen zu Fuß, oder per Fahrrad direkt aus dem Ort.

Die Sitzgruppe auf der Hälfte der Strecke und 2 Infotafeln stammen aus einer Spende des Naturparks Nuthe Nieplitz. Zum Tag der Nachbar/innen hatten wir sie schön geschmückt, und mit viel Platz für eine ganze Schulklasse lädt sie auch zukünftig zum Verweilen und Beobachten ein. Weitere Elemente sollen folgen.

Sitzgruppe fertig geschmückt
Sitzgruppe fertig geschmückt

Da erstmal nur die Träger für die Tafeln stehen und die eigentlichen Infotexte später folgen sollen, haben die Kinder aus unserem Dorf Bilder und Fotos gestaltet, die diese Tafeln übergangsweise verschönern werden. Sie haben sich die Frage gestellt, was sich verändern müsste, dass hier wieder Blumen wachsen und Tiere leben können, die selten geworden sind. Ein Junge stellte fest „Der Spargel muss weg“.

Bilder der Kinder
Bilder der Kinder

Auf diesem Abschnitt des Lehrpfades gibt es bereits viele Kompromisse zwischen den hier wirtschaftenden Landwirten und der Natur und es werden immer mehr. Es braucht gegenseitiges Verständnis für gute Lösungen. Im Grünlandstreifen, der hier wachsen darf und als einer dieser Kompromisse selten gemäht wird, fanden Aurin und Maria sogar eine Gottesanbeterin.




Nahrung contra Natur?

Vieles gilt es nach Corona zu überdenken und zu verändern. Krisen, die sich in vielen Bereichen schon lange angedeutet hatten, brechen nun mit großer Wucht aus und lassen sich nicht länger ignorieren oder verdecken. Jede/r kennt aus ihrem/seinem Lebensumfeld nun Beispiele dafür. Wichtig ist neben einer längst überfälligen Agrarwende auch ein Umfeld, in dem man sich gern sportlich betätigt und seine Freizeit verbringen möchte. Vor allem in Zeiten, in denen wir eher zu Hause bleiben müssen.



Wir leben im Naturpark, Schutzgebiete umgeben uns und dennoch erfüllt die Landschaft vor unserer Haustür diese Kriterien nur selten. Denn die Landschaft ist auch ein Industrieraum, für landwirtschaftliche Industrie, die unsere Lebensmittel erzeugt. Wie in den vielen anderen Bereichen auch, müssen wir auch hier Kompromisse aushandeln, die allen Ansprüchen gerecht werden. Damit beschäftigt sich der geplante Naturlehrpfad zwischen Buchholz und Birkhorst.

Naturlehrpfad? Hier? Was will man denn hier lehren? Da gibt es aber schönere Gegenden! Das ist sicher richtig, aber diese Landschaft ist typisch für viele Ortsteile im Spargelland. Und es muss ja nicht so bleiben. Der Anfang ist gemacht. Der Naturpark Nuthe-Nieplitz, das Land Brandenburg und die Stadt Beelitz unterstützen unser Projekt und am Ende können wir vielleicht doch auch noch etwas lernen über diese Gegend.




Einfach mal wachsen lassen

Ein umtriebiger Beelitzer Landwirt mit vielen guten Ideen ist Gerhard Jochen. Unseren Verein Blühstreifen Beelitz e.V. unterstützt er schon lange und nun wies er uns auf sein neuerliches Engagement für mehr Artenvielfalt hin.

Er hat direkt neben seinen Aronia-Beeren-Pflanzungen im letzten Herbst ca. 1 Hektar mehrfach gegrubbert, einfach um mal zu sehen, was so wächst, wenn nicht gesät und gepflegt wird. Hier findet nun die Entwicklung der „Ackerwildkrautflora“ statt, so heißt der Fachbegriff. Was befindet sich nach Jahren noch im Samentresor des Bodens?

Für uns natürlich ein spannendes Projekt und so machten wir uns gleich auf den Weg. An alle heimischen Wildpflanzen sind Insekten und weitere Tierarten gebunden, die für die Bestäubung unentbehrlich sind. Diesmal können wir vor allem Hummeln beobachten, die auch an diesem regnerischen Tag (Anfang Mai und so selten in Beelitz!) zahlreich unterwegs sind. Am Projekt beteiligt ist auch der Naturpark Nuthe-Nieplitz, der einen Botaniker mit der Inventarisierung beauftragt hat.

ein Feld in pink
Ein Feld in pink

Ein Feld in pink?

Die Fläche strahlt uns in ungewöhnlicher Feldfarbe entgegen. Die eindrucksvollen verschiedenen Farbtöne in rosa- bis pink zaubert eine kleine Pflanze ins Feld, der Erdrauch, der hier flächendeckend gestartet ist, und ab und an überragt ein kräftiges Rot vom Sandmohn die gesamte Pracht. Eher unscheinbar kommen Ackerstiefmütterchen, Hirtentäschel, Ehrenpreis und Feldsalat daher und die Hundskamille hat bereits Knospen angesetzt um das Feld dann in weiß zu bereichern. Die weitere Beobachtung lohnt nicht nur für Botaniker und Insektenfreunde! Es summt und brummt und ist einfach eine tolle Blumenpracht.

Erdrauch, Sandmohn, Hundskamille
Erdrauch, Hundskamille

Von der Greisin Quecke

Die Fläche wurde im letzten Jahr 5-mal gegrubbert, um die Wurzelunkräuter zu beseitigen. Denn diese sind irgendwann gegenüber allen anderen Pflanzen zu dominant. „Den Acker einmal mit Glyphosat abspritzen kostet 50 Euro, 5 x Grubbern führt zum selben Ergebnis, kostet aber 250 Euro“ ärgert sich Herr Jochen. Aus seinem breiten Fachwissen erklärt er uns, dass Quecke im Juli eine „Greisin“ ist. Dann ist sie altersschwach und kann durch Grubbern bekämpft werden. Sie liegt dann obenauf und ihre langen Wurzeln vertrocknen in der Sommerhitze. Wieder etwas gelernt!

Feldraine sind voller Leben

Es muss ja nicht gleich ein ganzer Hektar sein, aber ungespritzte und nicht gedüngte, möglichst breite Feldraine müssen in der Landschaft wieder zum Selbstverständnis werden. Rückzugsräume für Insekten und Co. Dabei ist es wichtig, dass die Pflanzen zur Blüte und zum Ausreifen der Samen gelangen. Wir raten nur ein Mal pro Jahr zu mähen, ein Teil der Pflanzenstängel sollte über den Winter stehen bleiben, und hier und da kann man auch mal Neues ausprobieren.

Und was gibt es Neues in Buchholz?

Schleiereulen-Kasrten im Kirchturm
Schleiereulenkasten im Kirchturm

Kirchturm mit anfliegendem Turmfalken
Kirchturm mit anfliegendem Turmfalken

Storch und Turmfalke sind zurück und brüten zuverlässig in den Nisthilfen von Familie Güldner, Blänckner und Becker. Und ein neuer Kasten ist dazugekommen! Im Zuge der Sanierung der Dorfkirche fand sich im Turm ein Platz für einen Schleiereulenkasten.

Turmfalke
Turmfalke

Kasten und Beratung kam von der Naturschutzbehörde Potsdam-Mittelmark und kaum dass er richtig hing, war er bereits von Turmfalken erobert, die nun auch hier hoffentlich erfolgreich brüten. Und was ist bei euch so los? Schreibt uns gern eure Beobachtungen an info@bluehstreifen-beelitz.de oder über das Kontaktformular unserer Website: www.bluehstreifen-beelitz.de

Wichtig für die Wissenschaft

Etwa Ende April fanden sich wundersame Käfer bei uns im Apfelbaum aber auch rund um Buchholz auf anderen Blüten ein – braun und weiß gesprenkelt und meistens mehrere Tiere übereinander. Wir gingen der Sache auf den Grund und haben erfahren, dass es sich um den Trauer-Rosenkäfer handelt.

Trauer-Rosenkäfer aus dem Mittelmeerraum
Trauer-Rosenkäfer aus dem Mittelmeerraum

Er ist im Mittelmeerraum und Nordafrika beheimatet und breitet sich in den letzten Jahren auf Grund der Klimaveränderung in Richtung Norden aus. Erst seit 2017 gibt es auch Nachweise in Brandenburg. Eine Meldung an das Landesamt für Umwelt (LFU) ist erfolgt.

Kerstin Pahl




Gründächer gegen den Klimawandel

Blühst schriftzug

Im Rahmen des Projektes „Gründächer gegen den Klimawandel“ wollten wir gern ein kleines Flachdach begrünen. In Kooperation mit dem Ortsvorstand von Reesdorf und der Stadt Beelitz wurde die Garage im Komplex des Dorfgemeinschaftshauses gefunden.

Workshop in Corona-Zeiten



Auch unser Workshop musste natürlich entfallen. Da aber alles vorbereitet, Material und Genehmigungen beschafft und das Förderprojekt zeitlich befristet war, haben wir zu Dritt gebaut und einen kleinen Film gedreht.

Schnell war klar, dass wir uns am System der Firma EcoFlora ausprobieren wollten. Das Dachbegrünungssystem besteht nur aus 3 Komponenten: Vegetationsmatten, Extensivsubstrat und Vegetation. Daher ist es leicht aufzubauen und es wiegt relativ wenig, so dass sich Arbeitszeit und Kosten einsparen lassen.

Alle Aufgaben, die eine Dachbegrünung erfüllen muss, werden von der Vegetationsmatte erfüllt:

– Bautenschutz

– Drainage

– Filterschicht

– Wasser- und Nährstoffspeicher

Wie viel wiegt eine Dachbegrünung?
Das Dachbegrünungssystem ist im Vergleich zu anderen Systemen sehr leicht. Wassergesättigt wiegt ein m² ca. 55 bis 60 kg.

Allein die Vegetationsmatte ist in der Lage, ca. 23 Liter Wasser / m² zu speichern. Dadurch braucht man auch in längeren Trockenperioden nicht zusätzlich zu bewässern.

Sie ist mit verschiedenen Pflanzennährstoffen durchsetzt, die die optimale Nährstoffversorgung für ein Jahr gewährleisten. Um danach auch weiterhin eine kräftige und schön blühende Vegetation zu erhalten reicht eine Düngung mit einem handelsüblichen Rasenlangzeitdünger oder mit organischen Düngern zu Beginn der Vegetationsperiode im April.

Überzeugt hatte uns die Firma mit einem kleinen Videofilm auf der eigenen Internetseite und einer äußerst fachmännischen Beratung. Aber das Wichtigste: uns war die Angst genommen uns selber an den Aufbau zu wagen. Unsere wichtigste Erkenntnis:

Der Aufbau eines Extensiv-Dachs ist in Eigenregie möglich und sehr leicht umzusetzen. Jeder kann es alleine leisten und all die Ängste hinsichtlich der Verlegung der Materialien, Kosten und zur Statik wurden uns in der Zusammenarbeit genommen.

Wir beginnen mit dem Abfegen des Dachs. Es ist bisher mit Dachpappe gedeckt. Dann wird die Wurzelschutzfolie aufgebracht. Die Wurzelschutzfolie aus PE mit Prüfzeugnis hat eine Stärke von 0,5 mm und liegt 4 m breit. Wir verarbeiten 5 m direkt im Stück. Da hier keine Lüftungsschächte oder Ähnliches auf dem Dach zu berücksichtigen sind, haben wir es recht leicht.

Weiter geht’s für uns mit dem Verlegen der Vegetationsmatten EF 35. Die Matten sind aus recyceltem FCKW-freiem, PUR-Weichschaum. Sie sind mit verschiedenen Düngern und Mineralien durchsetzt. Sie dienen dem Bautenschutz, als Drainage, als Wasser- und Nährstoffspeicher sowie als untere Substratschicht. Die Maße sind 100x100x3,5 cm.

Im nächsten Schritt müssen unsere 20 Sack Extensivsubstat auf das Dach. Dazu haben wir uns einen Aufzug gebaut. Das Substrat entspricht den FLL-Richtlinien und besteht aus mineralischen und organischen Bestandteilen. Die Höhe des Aufbaus beträgt 4 cm.

Wie groß ist der Pflegeaufwand einer extensiven Dachbegrünung?
Der Pflegeaufwand beschränkt sich lediglich auf das Entfernen von Fremdaufwuchs und das Kontrollieren der Abläufe. Im Jahr muss man pro 100 m² ca. 15 bis 30 Minuten dafür einkalkulieren. Das sollte für unsere 20 m² zu schaffen sein.

Nach und nach kommen die 20 Säcke oben an und werden dann glatt geharkt.

Kann ich auch andere Pflanzen außer Sedum säen und pflanzen?
Es gibt spezielle Samenmischungen, mit der auch andere, für Dachbegrünungen geeignete Pflanzen, ausgesät werden können. Wenn man die Substratstärke erhöht kann man auch andere Stauden und kleine Sträucher pflanzen.

Zum Schluss bringen wir Samen und Sedumpflänzchen auf.

Dachbegrünungen sind grundsätzlich geeignet, durch Bebauung oder sonstige Versiegelungen wie den Straßenbau verloren gegangene Lebensräume zu kompensieren. Das heißt, dass sich auf den Dächern Ersatzlebensräume mit blühenden Pflanzen etablieren können. Wenn einheimische Wildpflanzenarten für die Bepflanzung genutzt werden, die lange Zeit blühen, so bieten diese z.B. nektar- und pollensuchenden Insekten, Wildbienen und Schmetterlingen zusätzlichen Raum. Die Artenvielfalt lässt sich erhöhen, wenn man die Dachfläche mit Strukturelementen gestaltet. Wie auch auf dem Boden profitieren Arten von hoher Vielfalt, die sich zum Teil auch auf dem Dach schaffen lässt. Sehr wichtig ist dabei die Bereitstellung von kleinen Wasserstellen, die Insekten und Vögeln als Tränke dienen können. Dies lässt sich durch beispielsweise dadurch erreichen, dass man kleine Folienteiche einbaut, die man mit Sand oder Kies abdeckt.

Auch Totholz oder Feldsteine dienen Vögeln als Sitzwarte oder Insekten als Unterschlupf. Auf Totholz wachsen Moos bzw. Flechten oder Pilze. Käfer oder andere Insekten besiedeln diese zusätzlichen Bereiche.

Auch freie Sand-oder Kiesbereiche, d.h. ohne Bewuchs, können wertvolle Nistplätze für Insekten darstellen.

Das Projekt wurde gefördert durch:

Logo Agenda 21
Logo Agenda 21

Logo MLUl
Logo MLUl




Wegen der aktuellen Lage sind alle Veranstaltungen des Vereins abgesagt

Notwendige Zusammenkünfte und Absprachen werden durch gesonderte Einladungen per Telefon-Konferenz durchgeführt.




Einbeziehen der Ortsteile in die LAGA Beelitz

Unser Vorschlag ist:

Jeder
Ortsteil sucht sich eine Wildpflanze aus, die zu ihm passt. Am besten eignen
sich solche, die im Dorf natürlicherweise vorkommen und recht hübsch aussehen.

Wittbrietzen interessiert sich z.B. für den Löwenzahn/Pusteblume.

Kemnitz (im Nachbarkreis) hat sich für die Grasnelke entschieden, Buchholz für den Wiesensalbei.

Schafgarbe,
Wilde Möhre (übrigens die Urform der Kulturmöhre), Gänseblümchen,
Reiherschnabel….. bei der Auswahl helfen wir gern.

Die jeweilige Pflanze bekommt an ihrem Standort z.B. eine kleine Infotafel. Auch am Ortseingang darf natürlich ein kleines Zusatzschild stehen. Auch größere Infotafeln wären vorstellbar.

Vorstellbar ist es auch, dass eine Fläche im Ort oder in Ortsnähe mit dieser Pflanze bepflanzt wird. Gern kann dazu auch ein Rasenstück aufgewertet werden.

Für
die LAGA ist ein Präsentations-Pavillon für die Ortsteile auf dem zentralen
Gelände in Beelitz vorgesehen.

Diese Präsentation bereitet dann jeder Ortsteil mit seiner Wildpflanze 2020 und 2021 vor.

Hier könnte wiederum jede Gemeinde wählen, was ausstellbar ist und zu ihr passt. Z.B. Fotowettbewerb rund um die Pflanze und die Tiere, die davon leben. Ein Zeichenwettbewerb, eine Geschichte schreiben, Ton- oder Keramikarbeiten, Filzen, Kuchen und Torten mit Blüten garniert, Rezeptsammlung für die Pflanze und vieles mehr.

Über Ihre weitere Unterstützung würden wir uns sehr freuen.

info@bluehstreifen-beelitz.de

freundliche
Grüße

Kerstin Pahl

Weitere Ideen zur LAGA:

Entwurf für Grünes LAGA-Konzept (im Aufbau)

Wildpflanzendörfer (siehe oben)

Ausstellungsfläche auf der LAGA mit Blühfläche und Insektenhotel, (gebaut in mehreren Workshops mit Beelitzer Schul- und Kitakindern, ist schon begonnen) zusätzlich die Ergebnisse aus den Ortsteilen-Fotoausstellung (siehe oben) usw.

WIBINIHI Kita Kinderland
WIBINIHI Kita Kinderland

Workshops

Blühwelle als Wanderweg entlang der zukünftig renaturierten Nieplitz (in Zusammenarbeit mit LfU)

-Blühflächen und geändertes Mahdregime für mehr Artenvielfalt in Beelitz

Blühflächenpräsentation auf umliegenden landwirtschaftlichen Flächen in Abstimmung mit beteiligten Landwirten

Naturlehrpfad Buchholz-Birkhorst

Obstbaumbepflanzung am Lehrpfad

Kompost-Workshop

Was ist Permakultur? Anlegen und Workshop

Vorschul-Garten zusammen mit Ortsvorstand Buchholz

Schulgarten
Schulgarten

Gründächer für Eingangsbereich und andere geeignete Gebäude, Gründach-Workshop, Fassadengrün

Mauersegler- Tag, Weißstorch und Co (Stadt-Natur)

Der Wert alter Bäume in Beelitz

…… Und das ist erst der Anfang!

Einfach mal machen!!




Interessengemeinschaft LAGA Beelitz

Das war ihm wichtig! Beelitz‘ Bürgermeister Bernhard Knuth nahm sich mit 4 Mitarbeitern fast 3 Stunden Zeit, um die Bürger*Innen über das LAGA-Konzept zu informieren.
Der Raum war brechend voll, ca. 50 – 60 Einwohner sind am 18.2.2020 der Einladung gefolgt.

IG-LAGA-02
Foto: Thomas Lähns IG-LAGA-02

Mein Fazit: gute informative Veranstaltung, sehr erhellend, es werden Ideen und vor allem auch Personal gesucht. Neben dem Ehrenamt sollen auch Stellen geschaffen werden. Diese sollen in erster Linie aus Beelitz und Umgebung kommen.  In Listen konnte man sich eintragen, wenn man mitmachen möchte und sein Themengebiet angeben. Ideen werden gesammelt und danach in Einzelgruppen weiter kommuniziert.

Die Planung wurde eingangs umfassend erläutert, dann begann die Diskussion. Fragen gab es zu folgenden Themen:

Gestaltung, Toiletten, Sitz- und Stehplätze für die Bühne, Ausschreibungen von Leistungen, grünes Klassenzimmer, geplante Veranstaltungen, Einbeziehung der umliegenden Beelitzer Gärten, Slawendorf, angesprochen wurden auch die „Gärten des Grauens“, die nur aus Stein und Schotter bestehen, auch die Kinderbäume waren umfassend Thema, Gastronomie, Parkplätze, umliegende landwirtschaftliche Flächen sollten mit Blumen eingesät werden (kein Mais), Nachnutzung von gestalteten Flächen als Schulgarten, Werbekampagne, Botschafter….

Eher kritisch hinterfragt wurde die Anlage des Mühlenteichs mit Plastikabdichtung im bestehenden großflächigen Moorkörper, die Gestaltung der Bullenwiese, die Anlage des Slawendorfes, das Bewässerungskonzept, die geplanten asphaltierten Hauptwege (Nebenwege werden in wassergebundener Decke ausgeführt). Es kamen insgesamt viele Ideen und Forderungen zu mehr Nachhaltigkeit.

Kerstin Pahl




Vogelmonitoring 2

Die zweite Runde in Sachen Vogelmonitoring fand am 14.2. statt. Die Witterung war mit starker Bewölkung und leichtem Regen nicht ideal, dennoch wurden wieder gute Ergebnisse erzielt.
Kraniche, Spechte, Feldlerchen und ein Schwarzkehlchen besichtigen bereits ihre Brutreviere.

Tim und Kerstin auf der Storchenfläche

Die Nabu-Vogelwelt-App wird für die Zählung verwendet




Sitzkrücken für den Naturlehrpfad in Buchholz

Der Himmel ist grau, Wind und Kälte. Wir sind mit der Naturwacht Nuthe-Nieplitz verabredet. Reinhard und Ingo freuen sich trotz des Wetters über ihren Einsatz im Gelände. Sie stellen am Naturlehrpfad in Buchholz zwei weitere Sitzkrücken für Greifvögel auf. Nebenan rufen die Steinkäuze aus der Voliere und es antwortet aus freier Natur. Die Sitzkrücken sollen vorallem Greifvögeln als Ansitz für die Mäusejagd dienen. Ein kompetenter und unkomplizierter Einsatz, für den wir herzlich danken! Kerstin Pahl

Ingo und Lutz

Reinhardt und Ingo bohren das Loch

So, auch gerade?




Vogel-Monitoring auf unseren Blühflächen gestartet

Winterliche Bestandsaufnahme
Winterliche Bestandsaufnahme

Winterliche Bestandsaufnahme
– Start für das Vogelmonitoring auf den Blühflächen

Wir möchten gern wissen, ob und
welchen Erfolg unsere Bemühungen um mehr Lebensräume in der Agrarlandschaft
gebracht haben. Daher soll in diesem Jahr ein Vogel-Monitoring auf den
Blühflächen stattfinden. Zusammen mit einem Ornithologen untersuchen wir die
Flächen in Buchholz und Elsholz.

Die erste Begehung über 3
Stunden hat am Sonntag, 12.01.2020 stattgefunden und wir waren begeistert über
einige unerwartete Funde:

So tummeln sich derzeit Schwärme von Buchfinken und Goldammern auf den Flächen. Unmittelbar angrenzend konnten wir z.B. Rauhfussbussard und Raubwürger beobachten. Die vollständige Artenliste liegt dem Verein vor.

Goldammern
Goldammern

Nebenbei konnten sogar schon Anfang Januar die ersten Blüten festgestellt werden, hier das Ackerstiefmütterchen.

Eine natürliche Insekten-Tränke ist hier entstanden- ein wassergefüller Becherling!

Das Monitoring wird im Frühling, Sommer und Herbst fortgesetzt.




Ernst Paul Dörfler kommt nach Wittbietzen 26.1. um 17 Uhr

Umschlagseite Nestwärme
Ernst Paul Doerfler Nestwaerme Titel

„Was wir von Vögeln lernen können“– so lautet der Klappentext zum Buch. „Vögel ernähren sich eiweißreich, plastikfrei und regional. Sie sind gesund und haben kein Übergewicht. Ihre Wohnungen sind gut gedämmt und ihre Nester haben konstant 38 Grad ohne Heizung!“



13 x stand „Nestwärme“ bereits auf der Bestsellerliste.“ Es ist sehr zu empfehlen, es ist einfach anders- sehr unterhaltsam geschrieben, aber von tiefer Weisheit!“

Ernst Paul Dörfler kommt nun am 26.1.2020 um 17 Uhr zu unserem befreundeten Verein MAKOM Kunst & Schule nach Wittbrietzen, wo er aus seinem Buch lesen wird. Im Anschluss wird er nicht nur persönliche Exemplare signieren, sondern im Rahmen des ersten Nachhaltigkeitsstammtisches I’m neon Jahr aktuelle Themen mit uns diskutieren.

Download der Einladung im pdf-Format hier




Spendenaufruf 2020

Spendenbüchse 2020
Spendenbüchse 2020

Spendenaufruf 2020

Auch 2020 haben wir Einiges vor. Bisher hat sich am dramatischen Artensterben nicht viel geändert. Das Insektensterben ist nur ein Teil des großen Sterbens, aber ein Wichtiger. Denn das Luftplankton ist Nahrung für z.B. Vögel, Fledermäuse, Kriechtiere, Insekten und damit auch für alle Tiere, die sich von diesen wiederum ernähren. Insekten bestäuben ca. 90-95 % der Pflanzenarten und sichern so nicht zuletzt einen großen Teil unserer Lebensmittel.



Sogenannte „Insektengipfel“
gibt es unterdessen bei der Bundesregierung und u.a. im Landwirtschafts- und
Umweltministerium des Landes Brandenburg. Hier werden Maßnahmen für mehr
Insektenschutz beraten. 65.000 Unterschriften für den Erhalt der Artenvielfalt
wurden der Landesregierung im Rahmen der Volksinitiative in Brandenburg
übergeben. Als erstes Ergebnis wurde eine Förderung für Blühstreifen nun auch
für Brandenburg verfügbar. Doch diese hat Schwächen. Inwieweit die Förderung
von Landwirten genutzt werden wird, werden wir erst noch sehen.

Landwirte
organisieren derweil Flashmops und Sternfahrten mit ihren Traktoren. Ihre
Initiativen richten sich gegen noch mehr Auflagen und ungerechte Preise, zu
wenig Wertschätzung und mangelnden Dialog.

Dies alles ist
Ausdruck einer verfehlten Agrarpolitik und einer immer stärker werdenden
Polarisierung, auch zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, genauso wie
zwischen Stadt und Land. Im Ergebnis geht das Artensterben also weiter. Und es
sieht nicht nach schnellen Lösungen aus.

Doch es gibt
auch Hoffnung. Durch Änderungen in der Flächennutzung könnten sich Arten
der Feldflur innerhalb kurzer Zeit immer noch erholen.

Daher möchten
wir weiter unkompliziert und Hand in Hand mit Landwirten arbeiten, reden,
gemeinsam Blühflächen anlegen und im Dialog bleiben.

Wir möchten
weiter für ökologische Themen sensibilisieren und Umweltbildung mit Kindern und
Erwachsenen betreiben.

Unsere Projekte
sollen direkt in der Landschaft ankommen und neue Lebensräume schaffen. Hecken
und Bäume zu pflanzen wird immer wichtiger. Unser Ziel ist 2020 den Wert von
Wildpflanzen zu vermitteln und unsere Themen bei der LAGA 2022 in Beelitz zu
platzieren.

Ein
Naturlehrpfad „Naturschutz und Landwirtschaft“ soll über Lebensräume für
Pflanzen und Tiere in der Feldflur Auskunft geben.

In Projekten
entwickeln wir naturnahe Bienenbehausungen, testen diese mit Imkern und
vervollständigen mit den Ergebnissen unsere Ausstellung „Artenvielfalt“. In
Klotzbeuten sollen Bienen beobachtet werden.

Wir setzen uns
für die Nieplitz-Renaturierung ein, denn die 2 letzten Sommer lehrten uns, mit
Wasser besser haushalten zu lernen.

Für unsere Arbeit 2020 bitten wir Sie um Ihre Spende!

Kerstin Pahl

Damit unsere Enkel diese Schönheiten auch noch kennenlernen! Dafür Arbeiten wir! Und bitten Sie um Ihre Spende!

Spenden Sie hier!